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Feuerwehr
Endlich Platz für‘s Blaulicht

Innenminister Karl-Heinz Schröter überreichte Jürgen Hemberger einen Förderbescheid für den Neubau der Feuerwache.
Innenminister Karl-Heinz Schröter überreichte Jürgen Hemberger einen Förderbescheid für den Neubau der Feuerwache. © Foto: Jan Kuipers
Jan Kuipers / 31.08.2018, 12:58 Uhr
Seeburg Das Brandenburger Innenministerium greift der Gemeinde Dallgow bei der Errichtung der neuen Feuerwache im Ort Seeburg unter die Arme. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) überbrachte am Dienstag persönlich die frohe Kunde. Der verheerende Waldbrand in Treuenbrietzen warf jedoch seine Schatten auch auf den Besuch in Seeburg.

Der Innenminister hatte sich ursprünglich zu einem erfreulicheren Anlass angekündigt, doch der große Waldbrand vom vergangenen Wochenende überschattete den Besuch. Für die Feuerwehren in Dallgow lief das bisherige Jahr ereignisreich. „Wir haben jetzt schon mehr Arbeitsstunden als im letzten Jahr“, berichtet Gemeindebrandmeister Oliver Frandrup-Kuhr. Darin enthalten sind unter anderem die Einsätze bei den beiden großen Brandenburger Waldbränden in Fichtenwalde und Treuenbrietzen dieses Sommers.

Bei beiden Bränden, die bundesweit die Schlagzeilen beherrschten, waren die Feuerwehrleute der Gemeinde am ersten Tag vor Ort und halfen in den ersten Stunden des Chaos. „Es war die Hölle. So etwas habe ich noch nicht gesehen“, erzählt der Gemeindebrandmeister. Auch deshalb wurde Minister Schröter nicht müde, sich bei den freiwilligen Helfern aus Dallgow und Seeburg zu bedanken. „Alle Feuerwehrleute verdienen den Respekt der Gesellschaft“, so Schröter.

Der hohe Besuch soll jedoch nachhaltiger wirken und so ging der eigentliche Anlass fast ein wenig unter. Für die Pläne des Dallgower Bürgermeisters Jürgen Hemberger zu einer neuen Feuerwache in Seeburg gibt es nun auch von der Landesregierung Unterstützung. Der Bau wird Teil des Kommunalen Infrastrukturprogramms, mit dem Feuerwehren im ganzen Land unterstützt werden sollen und das Innenminister Schröter auch im Hinblick auf zunehmende Wetterextreme als „Investition in die Zukunft“ bezeichnet. Seeburg erhält knapp eine Million aus dem 35 Millionen Euro umfassenden Topf.

Mit dieser Unterstützung soll an neuem Standort bis 2019 eine moderne, geräumige Feuerwache entstehen. Das aktuelle Gebäude stammt noch aus DDR-Zeiten und platzt aus allen Nähten. So ist das unterstellen der beiden Fahrzeuge nur durch ein Loch in der Garagenwand möglich, welches Platz für das Blaulicht bietet. Die neue Wache soll laut den Plänen geräumigere Stellplätze bieten, die eine direkte Ausfahrt auf die Verkehrsachse Dallgower Chaussee ermöglichen. Zudem sollen getrennte Umkleidekabinen mit jeweiligen Wasch- und Duschräumen entstehen. Damit setzt man auch auf zukünftiges Wachstum der Feuerwehr, die zurzeit aus 9 aktiven Mitgliedern besteht. Das Gebäude ist für 18 bis 20 Feuerwehrleute ausgelegt und soll zudem auch einen „Sozialtrakt“ beherbergen, in dem auch feuerwehrferne Veranstaltungen von Vereinen oder Sitzungen des Ortsbeirats Platz finden sollen. Mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro will der Bürgermeister ab September bauen, einzig die Baugenehmigung fehlt ihm noch.

Das alt-ehrwürdige Gebäude an der Dorfstraße wird die Modernisierungspläne wohl nicht überstehen. Es befindet sich zum Teil auf Privatgelände und soll abgerissen werden. An seine Stelle soll eine Parkanlage entstehen, um den dörflichen Charakter wiederzubeleben, der durch die vielbefahrenen Dallgower Chaussee verloren gegangen sei.

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