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Erntedank
Mit schwerer Technik zu den Festen

Margrit Meier, Thomas Berger / 10.09.2018, 14:30 Uhr - Aktualisiert 10.09.2018, 15:14
Garzin (MOZ) Gleich in drei Orten wurde dieses Wochenende Ernte- bzw. Erntedankfest gefeiert. In Hohenstein, Garzin und Reichenberg gab es viele bunt geschmückte Fahrzeuge bei den Umzügen zu bestaunen, aber auch manches mehr – samt mahnender Worte.

Wochenlange Trockenheit. Dass die Ernte bei den Bauern in diesem Jahr deshalb nicht besonders gut ausgefallen ist, darauf gingen Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler ebenso wie gleich im Anschluss Ortsbeiratschef Jens Knoblich in ihren Begrüßungsreden ein. Dennoch ist die von den Hohensteiner Frauen (auch mit wichtigen Zuarbeiten einiger Männer) kunstvoll gefertigte Erntekrone, die im ersten Wagen dem Umzug voranrollte, noch ein wenig größer geworden als in den Vorjahren. „Und noch nie war sie so schnell oben“, raunte jemand im Publikum, als sie zur Brandenburg-Hymne „Märkische Heide“ feierlich aufgerichtet wurde. Die Musiker vom freien Bläserchor Berlin hatten dazu schnell ihren Standort auf der Festwiese wechseln müssen und zogen weiter ins Zelt. Da gab es dann allerlei Melodien zum Mittagessen mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone oder Wild von den Jägern.

16 Fahrzeuge hatte der große Umzug, nicht einmal die mitgezählt, die noch zu Fuß dabei waren. Teilweise fiel sogar Frauenpower hinterm Steuer der Trecker auf, ein paar Auswärtige aus der Nachbarschaft mit ihren historischen Exemplaren, die Baujahre so weit zurückreichend wie 1941 und 1936 (ein Normag und ein Lanz Bulldog), rollten ebenfalls mit. Dazu ein Mopedfahrer mit der flatternden Flagge von „1905 Gladowshöhe“. An das Seniorenfest dort erinnerte die Bürgermeisterin ebenso, wie sie auf Hans Valentin hinwies, 90-jähriges Urgestein aus Ruhlsdorf und auch Mitglied der Feuerwehr, die wie Dorfverein, Countrydancer und viele andere aktiv dabei war.

Viele Helfer vor und hinter den Kulissen zählte ebenso das Erntedankfest in Reichenberg. Vom durch den Eggersdorfer Posaunenchor unterstützten Gottesdienst mit Pfarrer Christian Kohler kommend, wurde die Erntekrone aus der Kirche gebracht und auf den Pferdewagen geladen, der sich hinter dem ersten Feuerwehrfahrzeug an die Spitze des Umzugs setzte. Gut ein Dutzend weitere Teilnehmer, vor allem Trecker von historisch bis modern, folgten. Auf dem Festplatz war an kulinarischen Leckereien wie immer reichlich Auswahl. Felix Thiemeyer stellte sich in der Nachfolge von Jürgen Damke als neuer Chef der Agrargenossenschaft vor. Und Hannelore Born, die seit vielen Jahren auch die Erntekrone bindet, hatte ein Quiz mit allerlei Fragen zur Ortsgeschichte von den Anfängen bis heute ausgearbeitet.

Superstimmung gab es in Garzin. Dort feierten die 185 Bewohner, verstärkt durch Gäste aus den umliegenden Ortschaften, ihr Herbstfest. Das hatte mit einem Traktor-Umzug mit knapp 30 Fahrzeugen begonnen und endete in der Nacht mit Tanz und Lagerfeuer. Während René Schmidt, der in Garzin auch das DDR-Museum betreibt, seinen hölzernen Dreschkasten in Gang brachte, dafür baut er jedes Jahr extra Getreide an, konnten die Kinder Pony reiten und hatten Spaß auf der Hüpfburg. Das Blas-orchester Schulzendorf spielte auf, während viele die Qual der Wahl unter zig selbst gebackenen Kuchen hatten. Für Spaß sorgte die Tombola mit teils nicht ganz ernst gemeinten Sachpreisen vom Rauchverzehrer bis zum Korb voller Pflaumen.

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