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Altmädewitzer Verein freut sich über volles Haus / Künstlerpaar Sabine und Peter Rossa spendet Holz-Plastik

Finanzspritze
Benefizkonzert erbringt 1400 Euro zugunsten der Kirche

Vier Geiger in der Kirche: Götz Bernau, Thomas Müller, Reinhard Hannesschläger und Arne Gerlach geben ein Benefiz-Konzert in Altmädewitz.
Vier Geiger in der Kirche: Götz Bernau, Thomas Müller, Reinhard Hannesschläger und Arne Gerlach geben ein Benefiz-Konzert in Altmädewitz. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 02.10.2018, 06:15 Uhr
Altmädewitz (MOZ) Bei dem Benefizkonzert am Sonnabend in Altmädewitz sind 1400 Euro an Spenden zugunsten des Gotteshauses zusammengekommen. Organisiert von Götz Bernau, früherer erster Geiger der Berliner Symphoniker, der in Mädewitz lebt, erlebten die Besucher ein musikalisch anspruchsvolles Konzert.

Die vier Geiger Götz Bernau, Thomas Müller, Reinhard Hannesschläger und Arne Gerlach sowie die Cellistin Regine Zimmermann und Julius Roehricht an der Orgel entführten das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Altmädewitzer Kirche zunächst in die Welt des Barocks. Mit Georg Philipp Telemanns Sonate für drei Violinen stiegen die Musiker ein, wobei Götz Bernau die Soli übernahm. Sie spielten im Wechsel auf der Empore und im Kirchenraum.

Um den Zuschauern nicht nur einen Hörgenuss zu verschaffen, konnten sie Kunstwerke von Sabine und Peter Rossa erspähen, wenn sie beim Konzert ihre Blicke durch die Kirche schweifen ließen. Die beiden Holzkünstler aus Mädewitz hatten schon am Vormittag die Kirche dezent mit ihren Skulpturen, Plastiken und Landschaftsbildern aus verschiedenen Hölzern dekoriert. Die Zuschauer sahen Engel, die an Schnüren durch das Gotteshaus zu schweben schienen. Die Rossas stellten zudem eine Sukkulente, einen von ihnen geschaffenen künstlichen Baum, als Spende zur Verfügung. „Der Erlös aus dem Verkauf geht an den Verein Kirche und Dorf in Altmädewitz“, versicherte Sabine Rossa. Der Betrag solle für die Sanierung der Kirche eingesetzt werden.

Eine feierliche Ausstellungseröffnung gab es diesmal nicht. Wer sich die Arbeiten der Holzkünstler anschauen wollte, hatte dazu am Sonnabend und Sonntag jeweils über die Mittagszeit Gelegenheit. Die Sukkulenten-Plastik wurde diesmal nicht verkauft. Für sie soll es einen Extra-Aktion geben.

Der Verein will die Kirche nicht grundlegend sanieren, sondern reparieren, weil viele Originalteile von 1837 noch erhalten sind. Eine gewisse Patina, die nicht perfekt ist, aber der Kirche eine besondere Atmosphäre verleiht, soll nach Wunsch des Vereins erhalten bleiben. Vor allem die schadhaften Stellen an der Decke sollen mit dem Erlös aus den Veranstaltungen ausgebessert werden. Die Ursache ist nicht bekannt, denn das Dach ist dicht.

Die Eingangstür wie auch die Orgel seien bereits instandgesetzt, berichtete Peter Rossa. Der trockene Sommer habe vielen Orgeln in den Kirchen schwer zu schaffen gemacht, habe er von einem Orgelbauer erfahren.

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