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Döbberiner wählten Marmeladen-Königinnen und bejubelten Theater-Premiere der örtlichen „Puppenkiste“

Premierenfieber
Klassiker, nur nicht zu süß

Ines Weber-Rath / 15.10.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 15.10.2018, 09:10
Döbberin (MOZ) Donnernden Applaus haben die Laiendarsteller der neuen Theatergruppe „Döbberiner Puppenkiste“ am Sonnabend bei ihrer Premiere mit einer Kurzfassung des Märchens „Aschenputtel“ geerntet. Zuvor hatten die Döbberiner ihre Marmeladen-Königinnen gewählt.

Ihre Majestäten heißen Monika Krüger und Else Christoffel. Und ihre Machtsymbole sind fruchtig-süß – allerdings nicht zu sehr: Unter 20 selbst gekochten Marmeladen, die Bewohner des Zeschdorfer Ortsteils zum Verkosten für den Wettbewerb eingereicht hatten, wurden Else Christoffels Erdbeer- und Monika Krügers Brombeer-Pfirsich-Marmelade von den 40 Testern punktgleich als die besten bewertet. Beide haben nur Gelierzucker im Verhältnis 2:1 zugefügt.

Mehr Inkredenzien weist die Halloween-Marmelade von Marlies Richter auf. Darin sind neben Kürbis und Pflaumen auch Zimt, Nelken und Ingwer verarbeitet. „Sehr lecker und mal was anderes“, befand Nachbarin Maren Hartmann.

Unter den 20 Marmeladenköchen war mit Michael Nischalke auch ein Mann. Er kredenzte Sauerkirschkonfitüre. Die jüngste Köchin, die 13-jährige Ulrike Hensel, war mit Holunder-Mango- und Pfirsich-Trauben-Marmelade zur 1. Döbberiner Marmeladenparty ins Rennen gegangen. Auch Gelees, zum Beispiel vom Apfel und Holunder, warteten auf die Verkoster.

Doch das Rennen machten am Ende zwei Klassiker erfahrener Marmeladen-Köchinnen. Sie koche jährlich bis zu 40 Gläser Marmelade, die zum Teil bis nach Baden-Württemberg, zu den Kindern gingen, verriet Monika Krüger. Sie ist die Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität.

Diese war Mitveranstalterin des unterhaltsamen Nachmittags, zu dem der Döbberiner Heimat- und Kulturverein eingeladen hatte. Und zu dem es eine weitere Premiere gab – die der „Döbberiner Puppenkiste“.

Dabei handelt es sich um eine neunköpfige Theatergruppe. Deren Mitglieder hätten sich bei einem Grünkohl-Essen im Winter im Hause Baltz von der Idee anstecken lassen, erzählt die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, die Journalistin und TV-Produzentin Helke Baltz. Dass das „Aschenputtel“ in einer besonderen Kurzfassung das erste Stück sein soll, habe schon an dem Abend festgestanden, sagt sie.

Die Proben begannen jedoch erst im August. Und hätten allen Laiendarstellern unheimlichen Spaß gemacht, so Helke Baltz. Das spürte das Publikum am frühen Sonnabend Abend im Saal des Gemeindehauses – und ließ sich anstecken. Das war nicht schwer bei dem urkomischen, ganz anderen Märchenspiel, in dem alle, bis auf Erzähler Theo Baltz, im Stakkato reden. Aschenputtel (Udo Pultke) antwortet ihren hässlichen Schwestern (köstlich: Helke Baltz und Ortsvorsteher Mario Hartmann) anfangs nur immer monoton: „Okay“, der Prinz (Burkhard Hensel) findet sich selbst „sooo schön“ und die Fee (Manuela Hensel) ist einfach nur „sooo froh“.

Nach rund zehn Minuten, inklusive Auftritt der Bäume (Katja Pultke, Ronald Richter) und Turmuhr (Marlies Richter), ist alles vorbei – und die Zuschauer jubeln. Theo Baltz verspricht: Es war nicht der letzte Auftritt der „Döbberiner Puppenkiste“.

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