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Aller guten Dinge sind drei: die Wesendorfer Kirche / Teil I

Historie
Grundstein vor 165 Jahren gelegt

Zuletzt vor 165 Jahren den Grundstein gelegt: die Kirche in Wesendorf. Zwei Kirchen waren zuvor zerstört worden.
Zuletzt vor 165 Jahren den Grundstein gelegt: die Kirche in Wesendorf. Zwei Kirchen waren zuvor zerstört worden. © Foto: Archiv Carsten Dräger
Carsten Dräger / 23.10.2018, 20:32 Uhr - Aktualisiert 24.10.2018, 09:55
Wesendorf Die Kirche in Wesendorf in ihrer heutigen Gestalt, ein Ziegelbau im sogenannten Märkischen Rundbogenstil, wurde zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. In ähnlicher Bauart entstanden etwa fünf Jahrzehnte später die Gotteshäuser in Großwoltersdorf, Schulzendorf und Glambeck.

Vor nunmehr 165 Jahren, im Jahre 1853, erfolgte mit dem symbolischen Einlass eines Samenkorns und einer Predigt des Pfarrers die Grundsteinlegung für den neuen Sakralbau, der inmitten des Ortskerns errichtet wurde. Ehedem befand sich etwa an dieser Stelle eine Kirche, die schon zur Zeit der Dorfentstehung während der deutschen Kolonisation im 13. Jahrhundert errichtet worden war. Ihr Mauerwerk bestand sowohl aus unbearbeiteten als auch behauenen Feldsteinen. Von Historikern vergangener Jahrhunderte wurde sie als eine der „Wehr- oder Schutzkirchen mittelalterlichen Ursprungs“ typisiert. Wie der gesamte Ort erlitt dieses ursprüngliche Gotteshaus im Dreißigjährigen Krieg schwere Zerstörungen.

Den Annalen zufolge lag die Kirche noch 1687, also fast vierzig Jahre nach dem Friedensschluss von Münster und Osnabrück, „ganz wüst“. Sie war völlig ausgebrannt und nur noch einige Mauerreste blieben übrig. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfolgte schließlich die Abtragung dieser Rudimente, um an gleicher Stelle eine neue Kirche, die zweite in der Geschichte Wesendorfs, zu errichten. Sie entstand in den Jahren 1708 bis 1713 im Fachwerkstil. Doch auch diesem Gotteshaus war kein ewiges Leben beschieden. Wie ein Großteil des Ortes brannte es im Jahre 1848, vor nunmehr 170 Jahren, nieder. Das Dorf stand erneut ohne Kirche da. Gemäß dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ folgte 1853 der dritte Anlauf. Die Recherchen im ehemaligen „Templiner Kreisblatt“ förderten diesbezüglich einige interessante Details zu Tage.

So veröffentlichte die Zeitung bezüglich der Ausschreibung zum Bau der neuen Wesendorfer Kirche in der Ausgabe Nummer 4 des Jahres 1853 folgenden Text: Die „gesprengten Feldsteine“ wurden für das Fundament benötigt. Bezüglich der Zuständigkeiten beim Bau der Kirche und deren Einweihung vermeldete das „Templiner Kreisblatt“  vom 22. September 1855:  Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit konnte die neue Wesendorfer Kirche ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Festpredigt im Gottesdienst am 14. Juni 1855 hielt der Superintendent aus Zehdenick.(Fortsetzung folgt)

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