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Musiker
Keltische Klänge im Gutshaus

Konzertgenuss: Die rund 70 Besucher des Köpernitzer Gutshauses bekamen am Sonnabend Folkmusik aus Irland, Neuseeland und von den Faröer Inseln zu hören.
Konzertgenuss: Die rund 70 Besucher des Köpernitzer Gutshauses bekamen am Sonnabend Folkmusik aus Irland, Neuseeland und von den Faröer Inseln zu hören. © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 26.10.2018, 18:48 Uhr
Köpernitz Eine spannende Entdeckungsreise über den Nord-Atlantik stand am Mittwoch im Gutshaus Köpernitz auf dem Programm. Es war der musikalische Höhepunkt zum 20. Geburtstag des Fördervereins, bei dem sich Vereinschef Bernd Donner erneut über ein volles Haus freuen konnte. Mit dem Duo Eidolon aus den USA, sowie der Geigerin Maire Breatnach  aus Irland und dem deutschen Harfen-Virtuosen Thomas Loefke hatte  Donner vier Musiker nach Köpernitz eingeladen, die schon häufig die Stimmung im Gutshaus zum Kochen gebracht hatten.

Unter dem Titel „North Atlantic Brigde“ entfachten  Hannah Alkire, die mit ihrem Partner und Ehemann Joe Scott das Akustik-Duo Eidolon bildet, sowie Maire Breatnach und Thomas Loefke ein Feuerwerk der Folkmusik, bei dem Melodien aus Irland, von den Faröer Inseln, Neuseeland und  Nordamerika  erklangen. Eigentlich sollte an dem Abend auch Angelika Nielsen, eine Geigenspielerin und Sängerin, an der Seite von Thomas Loefke dabei sein. Aber der Harfenist erklärte dem Publikum, dass die Musikerin erkrankt sei, um sich gleich danach zu korrigieren. „Nein, Angelika Nielsen erwartet ein Baby und ist im fünften Monat schwanger“, verriet er den Konzertgästen, die dafür Verständnis zeigten. Dennoch spielte Loefke Lieder aus der Feder seiner Kollegin, mit der er eine CD produziert hat. Mit  einem Projektor wurden begleitend zur Musik Bilder an die Wand geworfen. Gezeigt wurden beeindruckende Fotos,  von Irlands grünen Landschaften, den Faröer Inseln und den schneebedeckten Gipfeln Neuseelands. Die Motive ließen die teils schwermütigen Lieder, aber auch fröhlichen Melodien zu einem tollen Erlebnis werden. Immer wieder ein Ohrenschmaus war das Spiel von Eidolon, bei dem Joe Scott seine  Double-Neck Guitjo, eine von ihm entwickelten Gitarre mit zwei Hälsen und 14 Saiten, zum Klingen brachte. Aber auch der Gesang und die emotionalen Höhenflüge auf dem Cello von Hannah Alkire, gehörten zu den großen Momenten des Konzerts.

Nicht unerwähnt bleiben darf Maire Breatnach, Irlands durch die Riverdance-Revue weltberühmt gewordene Geigerin. Die moderne Vertreterin der keltischen Bardenzunft brillierte mit eigenen Melodien, die die Sehnsucht, Leidenschaft und Wehmut  des irischen Volkes erahnen ließen.

Die rund 70 Zuhörer im Saal wurden zum Mitsingen eingeladen, was spontan perfekt funktionierte. Ein Lied, das Breatnach ihrem verstorbenen Vater gewidmet hatte, gehörte zu den zahlreichen Highlights des über zweistündigen Konzerts.

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