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Saisonausklang
Neue Brötchensorte kreiert

Ingo Mikat / 31.10.2018, 21:35 Uhr - Aktualisiert 01.11.2018, 16:00
Buschdorf ( ) Am Reformationstag haben die Frauen der Arbeitsinitiative Letschin und Dorfbackofenbetreiber Claas Baumgärtel einen gemütlichen Saisonausklang organisiert. Vor der Winterpause gab es noch einmal rustikaler Brote und leckeren Kuchen aus dem historischen Dorfbackofen.

Gudrun Pehle stand schon den gesamten Dienstag am Backofen. Nach bewährten Rezepten stellte sie Kekse, zahlreiche Mohn-Quark-Kuchen, Zupfkuchen, Kirsch- und Rhabarberkuchen und viele weitere Backwaren her. Am Reformationstag selbst bereitete sie gemeinsam mit Helferin Monika Cor unter anderem Zwiebelkuchen, Pizza und weitere Kuchen für die Gäste vor. Die verzehrten mit großer Begeisterung aber auch frische Schmalzstullen.

Außerdem kamen anlässlich des Reformationstages ganz besondere Brötchen in den historischen Backofen. Das Rezept dafür dachte sich Gudrun Pehle erst jüngst aus. Wie die erfahrene Bäckerin verriet, knetete sie mit viel Liebe in einen frischen Hefeteig unter anderem Rosinen und Orangeat. Mit ihren neuen Reformationsbrötchen knüpfte die Chefin der Backscheune bewusst an eine Tradition an, die besonders in den von der evangelischen Kirche geprägten Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie jetzt auch im Oderbruch zu Hause ist. Das Backwerk ähnelt einer Bischofsmütze und erinnert an Stollen.

Zur Unterhaltung der zahlreich nach Buschdorf angereisten Kuchen- und Brot-Fans spielte am Reformationstag der beliebte „Hölschebure“ alias Hans Andreas auf dem Hof der Backscheune Volksweisen. Bei sonnigem Herbstwetter traten anschließend die Mitglieder des Posaunenchores der evangelischen Pfarrgemeinschaft Golzow Gorgast auf. Wie schon bei vorhergehenden Veranstaltungen konnten die Gäste auch diesmal das unmittelbar neben der Backscheune von Korbmacher Meisterin Thea Müller betreute Korbmachermuseum besichtigen.

Die Geschäftsführerin der Arbeitsinitiative Letschin e.V., Katrin Schulz, und der Bürgermeister von Zechin, Dieter Rauer, zogen zum Ende der Backsaison eine überaus positive Bilanz. Sie schilderten, dass im zurückliegenden Jahr erneut zahlreiche Kindergruppen aus Kitas und Schulen, Rentner sowie Vereine und touristische Gäste die Backscheune und die in ihrem Umfeld organisierten Feste besuchten.

Auf ein erfolgreiches Jahr am Standort Buschdorf blickte auch Bäckermeister Claas Baumgärtel zurück. Er übernahm am Anfang der Backsaison die Betreuung des Dorfbackofens von Siegmar Kaethner.  Der Alt-Meister sorgte 20 Jahre dafür, dass der Dorfbackofen auf dem alten Sportplatz des Zechiner Ortsteils Buschdorf einmal in der Woche der Herstellung leckerer Brote und Kuchen diente. Das sicherte in diesem Jahr seit Mai Claas Baumgärtel, der Mitinhaber der gleichnamigen Sachsendorfer Familienbäckerei.

Anfangs erhielt er noch Hinweise für das Heizen des Backofens vom Ortsvorsteher Buschdorfs, Günter Schmidt. Am  traditionellen Abbacktag stellte er fest: „Inzwischen kenne ich den Holzbackofen und seine Besonderheiten fast wie meine Westentasche.“ Die Fans des Dorfbackofens  freuten sich von Anfang an, dass die Backtradition in Buschdorf dank Baumgärtel erhalten blieb. Viele Kunden wie Theodor und Petra Steffen  aus Letschin, Gudrun Starke aus Gusow oder Annette Handrick aus Seelow hielten schon Bäcker Kaethner die Treue. Wie sie berichteten, trafen sie sich auch nach dem Betreiberwechsel jeden Mittwoch am Buschdorfer Dorfbackofen.

Für nächstes Jahr plant Claas Baumgärtel eine Neuerung. Nach Eröffnung der Backsaison, diesmal soll erst nach dem 1. Mai regelmäßig mittwochs der Verkauf stattfinden, wird es einmal im Monat sonnabends einen Backtag geben. Der Bäckermeister möchte so auch noch mehr berufstätigen Familien die Möglichkeit bieten, seine leckeren Backwerke und Brote zu probieren. Bei Interesse könnte er sich sogar vorstellen, an diesen Tagen gemeinsam mit Kindern zu  backen.

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