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Halloween
Gruselstunde in Görsdorfer Heilstätten

Dritte Gruselstunde: Die Alte Schule wurde von der Görsdorfer Jugend zur unheimlichen Heilstätte umgewandelt. Die Besucher waren erschrocken und begeistert.
Dritte Gruselstunde: Die Alte Schule wurde von der Görsdorfer Jugend zur unheimlichen Heilstätte umgewandelt. Die Besucher waren erschrocken und begeistert. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 05.11.2018, 08:00 Uhr
Görsdorf bei Storkow (MOZ) Am Sonnabend hatte in dem Storkower Ortsteil das dritte Mal das Horrorkabinett geöffnet.  Diesmal lud der Jugendclub zu einem gruseligen Gang durch die „Görsdorfer Heilstätten“ ein, während der Dorfclub im Saal bis spät in die Nacht die über 70 Gäste mit aufmunternden Getränken versorgte.

Dass das Dorfgemeinschaftshaus in feuerrotes und giftgrünes Licht getaucht war, verhieß nichts Gutes. Zudem verschluckte es eine Menge dubioser Gestalten, Vampire etwa, Nonnen, Teufel, Hexen und Mumien. Das, was als Heilstätten ausgegeben war, verlangte von den Besuchern starke Nerven. Draußen schon erschreckten Leichen, die aus den Bäumen fielen und im Grab wackelten. Drinnen aber ging der Arzt Dr. Edward mit seinem blutbesudelten Pflegepersonal seiner schaurigen Tätigkeit nach. Man sah Patienten auf dem Schockstuhl leiden, auf dem OP-Tisch Gedärm aus dem offenen Bauch quellen und im Erholungsraum eine beklagenswerte Gestalt mit ausgestochenen Augen. In der Badewannen und im Waschbecken Blut. Dazu schaurige Geräusche und in Dunkelheit und Nebel aufblitzende Lichter.

Das alles war das Werk der zehn Mitglieder des Jugendclubs sowie von drei Freunden, alle zwischen 20 und 23 Jahre alt. Die Idee hatten vor vier Wochen Felix Frind, der seit fünf Jahren den Club leitet,  dessen Cousin Tobi sowie Sarah und Jenny. „Die Zeit war knapp, aber wir wollten es schaffen, denn unser Horrorkabinett ist ja schon Tradition“, sagt Felix. Da alle berufstätig sind, konnten nur die Wochenenden genutzt werden. Während beim ersten Mal die Kabinette noch durch Stoff abgeteilt waren, galt es diesmal, Holzwände aufzustellen, die vom Betrieb der Eltern kostenlos zur Verfügung gestellt worden waren. „Beim ersten Mal war es nur etwas gruselig, denn es war vor allem für Kinder gedacht“, erinnert sich Mutter Karina Frind vom Dorfclub. Beim zweiten Mal schon gab es einen Erwachsenenteil mit kompletter Wohnung, zu der Bad, Toilette und Fernseher gehörten. In der Badewanne allerdings lag eine Leiche, und im Kinderzimmer schrien gequälte Kinder. „Diesmal haben wir lange geknobelt“, erzählt Tobi, „und sind in Anlehnung an die Beelitzer Heilstätten auf die Psychiatrie als Thema gekommen.“

Er und Felix hatten dann den Mitspielern in 3D-Präsentation vorgeführt, wie  die Alte Schule auf etwa einhundert Quadratmetern zur Heilstätte umgebaut werden sollte. Vom Feuerwehrverein Storkow erhielten die jungen Leute entsprechende Deko, die von Sarah, Jenny und Kevin angebracht wurde. Der Elektriker Manfred Schuster half bei der nötigen Stromversorgung. Zum Spektakel selbst waren alle mit Funkgeräten ausgestattet und konnten mittels Fernbedienung steuern, wann welche Effekte eingesetzt wurden. „Alles  klappte perfekt. Es gab nur positive Resonanzen“, ist Karina Frind zufrieden. „Und die Jugendlichen würden sich freuen, wenn im nächsten Jahr noch mehr mitmachen würden.“

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