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Herbstputz
Henzendorfer befreien ihren Ort vom Laub

Engagiert für ihr Heimatdorf: Diese Henzendorfer sind am Sonnabend dem Herbstdreck im Ort zuleibe gerückt und haben unter anderem jede Menge Laub zusammengeharkt.
Engagiert für ihr Heimatdorf: Diese Henzendorfer sind am Sonnabend dem Herbstdreck im Ort zuleibe gerückt und haben unter anderem jede Menge Laub zusammengeharkt. © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 12.11.2018, 06:15 Uhr
Henzendorf Die dörflichen Termine sind überschaubar und viele kehren im Laufe eines Jahres wieder. So auch der für den Herbstputz, zu dem sich am Sonnabend rund 30 Henzendorfer trafen.

Im geheizten Gemeinderaum begrüßte Ortsvorsteherin Ines Andreas jeden ankommenden Dorfbewohner mit Handschlag und der Aufforderung, sich in die Liste einzutragen, während die schon anwesenden Männer ab und an mal einen Blick zum knisternden Kaminfeuer warfen. Denn draußen zogen noch die Nebelschwaden vorbei und zeugten von ungemütlichem Wetter. Doch das stört beim Herbstputz nicht und so waren auch die Aufgaben schnell verteilt: Die „Dreiecke“ (Straßengabelungen) sollten von Laub bereinigt werden, ebenso das Kriegerdenkmal, und Äste an verschiedenen Stellen mussten auch zurückgeschnitten werden.

Zwei Traktoren standen bereit, um Laub und Gehölz abzufahren und da auch das wiederkehrende Aufgaben waren, dauerte die Einteilung nicht lange, so dass noch kurz Zeit für andere Themen blieb. Es ging um den möglichen Rückbau der Wasserleitung am Sportplatz und das leidige Dauerthema Netzempfang für Handys und Internet. Henzendorf gehört in dieser Hinsicht zu den „stressfreien“ Orten, „obwohl die Bundesregierung seit Jahren was anderes verspricht“, meinte Ines Andreas. Lukrativ für Besucher der Heide und die Sommergäste im Ort sei das wohl nicht. Bemühungen über den Landkreis würden laufen, aber geändert hätte sich noch nichts.

Das tut aber der Lebensfreude der Einwohner keinen Abbruch. „Ich bin gern hier, genieße die dörfliche Gemeinschaft und möchte auch hier nicht weggehen. Ich bin mit Leib und Seele Henzendorfer“, erzählte Marcel Rohm, der sich als jüngerer Einwohner sehr engagiert und in Eisenhüttenstadt nur eine Zweitwohnung wegen der Arbeit hat. Engagement zeigen die Henzendorfer auch, wenn es um die 650-Jahr-Feier in zwei Jahren geht. „Demnächst wollen wir ein Vorbereitungskomitee gründen, um Ideen zu sammeln“, verrät die Ortsvorsteherin und hofft auf viele gute Einfälle und historische Gegenstände – eben alles, was die letzten 650 Jahre dokumentieren kann. Die nächsten Termine allerdings sind nicht so weit gefasst: Zunächst gibt es am Volkstrauertag die Kranzniederlegung und das Gedenken am Kriegerdenkmal und am 2. Advent folgt die Dorfweihnachtsfeier für alle Einwohner. (han)

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