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Vier Chöre und etliche Gastsänger studieren in der Musikschule Hugo Distler Stücke von Saint-Saens und Vivaldi ein

Vorbereitung
Premieren-Probe für Weihnachtsoratorium

Gemeinsame Probe: Lothar Kirchbaum (l.) als Dirigent und Christoph Bornheimer am Klavier geben den Takt vor. Sie haben das Programm erarbeitet.
Gemeinsame Probe: Lothar Kirchbaum (l.) als Dirigent und Christoph Bornheimer am Klavier geben den Takt vor. Sie haben das Programm erarbeitet. © Foto: Martin Stralau
Martin Stralau / 12.11.2018, 08:00 Uhr
Eggersdorf (MOZ) Lothar Kirchbaum war am Sonnabend in der Eggersdorfer Musikschule Hugo Distler ganz in seinem Element. Im Konzertsaal vor ihm saßen 70 Sängerinnen und Sänger, mit denen er von 10 bis 16 Uhr das Weihnachtsoratorium des französischen Komponisten Camille Saint-Saens und das „Gloria“ von Antonio Vivaldi einstudierte. Am Klavier begleitet von Christoph Bornheimer, Kirchenmusiker an der Kirche St. Marien Strausberg, galt es für den 65-Jährigen, den Kirchenchor St. Marien, Musica Vocale Altlandsberg, den A-cappella-Chor Strausberg, den Hugo-Distler-Chor sowie etliche Gastsänger musikalisch zu vereinen. Sie alle hatten sich in den vergangenen Wochen individuell auf ihren gemeinsamen Auftritt am 22. Dezember in der Stadtpfarrkirche Müncheberg (15 Uhr) und am 23. Dezember in St. Marien Strausberg (17 Uhr) vorbereitet – und probten dafür nun das erste Mal gemeinsam.

Für Lothar Kirchbaum, der bis zu seinem Ruhestand 2015 Landessingwart an der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz war, eine lösbare Aufgabe und doch eine Herausforderung: Bis auf den von ihm geleiteten Hugo-Distler-Chor lernte er alle anderen am Sonnabend zum ersten Mal kennen. „Es sind ganz unterschiedliche Niveaus, die man hier zusammenbringen muss. Für manche, die hier mitsingen, ist es musikalisch die Obergrenze. Aber die Stücke eignen sich ganz gut dafür, dass erfahrene Chorsänger weniger erfahrene mitziehen können“, erklärte er. Ganz besonderen Wert lege er auf den Chorklang, sagte Kirchbaum. „Dieser möge sehr sauber sein in der Intonation – und homogen.“ Um das zu erreichen, unterbrach Kirchbaum die Sänger immer wieder für Hinweise. Mit Anekdoten und Witzen lockerte er die Probe auf. So scherzte er über seinen hoch dotierten Vertrag, mit dem er selbst den berühmten Dirigenten Daniel Barenboim in die Tasche stecke. „Wissen Sie übrigens, was der Unterschied zwischen Barenboim und Gott ist?“, fragte er ins Publikum. „Gott weiß, dass er nicht Daniel Barenboim ist.“

Das, was musikalisch zu hören war, klang in Teilen schon vielversprechend. Es soll nun bei zwei weiteren gemeinsamen Proben am 24. November in Eggersdorf und am 22. Dezember mit Orchester in Strausberg verfeinert werden. Ursula Mai, Sängerin beim Gemischten Chor Strausberg, ist begeistert vom neuen Programm. „Wir führen das Weihnachtsoratorium ja mit verschiedenen Chören schon seit 1999 jedes Jahr auf, aber bisher war es immer das von Bach.“ Sie beteilige sich gerne, damit es zu Weihnachten in Strausberg wieder einen Höhepunkt gebe.

Dass diesmal auch Müncheberg dabei sei, freut Christoph Bornheimer ganz besonders. Denn für Strausberg seien bereits mehr als 200 Karten verkauft worden.

Karten zwischen 5 und 16 Euro, je nach Alter und Ermäßigung, gibt es in der Theaterkasse im Handelscentrum Strausberg, dem Gemeindebüro St. Marien Strausberg sowie in Müncheberg in der Touristinfo und dem Gemeindebüro der Stadtpfarrkirche.

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