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Herbstputz
Blätterwirbel in Kobbeln

Jörg Hanisch / 21.11.2018, 06:15 Uhr
Kobbeln Wenn es um ein schönes Dorf geht, sind in Kobbeln Jung und Älter auf den Beinen und sogar die tatsächlich ältesten Einwohner lassen sich sehen. So wurde nun am Dorfplatz, im Gemeindehaus auf dem Spielplatz und rund um den Stein gearbeitet, geharkt und repariert.

„Das gehört bei uns ganz einfach dazu“, meint Ortsvorsteher Manfred Holzhey, der rastlos mit seinem grünen VW-Bulli zwischen Dorfplatz und Stein pendelt, organisiert und dann doch etwas Zeit findet, um verschiedene Dinge anzusprechen. Denn das Naturlehrpfadthema und öffentliche Toiletten beschäftigen ihn und die 43 Mitglieder des Kobbelner Steinvereines schon länger: „Da sind wir einen guten Schritt vorangekommen. Da hat sich bereits einiges verändert. Wir haben den Lehrpfad mit Insektenhotels, die Tierweitsprunggrube und andere Dinge angelegt und hoffen, dass Eltern und Kinder und auch Schulklassen das Terrain um den Stein nun noch attraktiver finden.“

Damit alles richtig schön ist, rücken die Kobbelner dem dortigen Laub und den vielen Nadeln an diesem Tag mit Harken zu Leibe. Sträucher werden auch verschnitten. Das Gleiche geschieht auf dem Dorfanger und vor den Gehöften. Überall wird geputzt – und das bei guter Laune.

Doch zurück zum Stein. Als der Anziehungspunkt in Kobbeln existiert dieser seit den 1920er-Jahren, als er vollständig ausgegraben wurde und seitdem den Springberg, der 148 Meter hoch ist, zu einem kleinen Pilgerort macht. Um das Gelände noch attraktiver und interessanter zu gestalten, wurde vor einigen Jahren die Idee des Naturlehrpfades geboren. Die Umsetzung zeigt, dass dieses Vorhaben ein ganz Besonderes ist, denn man kann zum Beispiel im Insektenhaus beobachten, wie sich und vor allem welche Tierarten sich dort aufhalten. Selbst ein Ameisenhaufen rund um einen Baumstamm wird entstehen und demnächst sollen entsprechende Informationstafeln das Ganze noch abrunden.

Unterstützung kommt hierbei von Firmen und Privatleuten. „Und diese brauchen wir auch weiterhin, denn 14.000 Euro sind kein Pappenstiel für unsere Gemeinde und so freuen wir uns über alle, die uns in unseren Bemühungen unterstützen wollen und können“, wirbt Ortsvorsteher Manfred Holzhey und wendet sich im nächsten Moment einer älteren Dame zu, die den Berg hinaufkommt.

Es ist Lisbeth Hauswald, die älteste Einwohnerin Kobbelns. Mit 95 Jahren geht sie täglich ihre Runden durch das Dorf. „Das hält mich fit und ich muss unter die Leute“ erzählt die rüstige Seniorin, die seit frühester Jugend in der Forst- und Landwirtschaft gearbeitet hat, sich an Ochsen bespannte Fuhrwerke, wie ihr Vater sie hatte, erinnert und an Sommerwege auf denen diese neben den befestigten Straßen fuhren. Das um all diese Geschichten zu erzählen, bleibt an diesem doch recht kühlen Tag wenig Zeit, denn auch Lisbeth Hauswald möchte wieder ins Warme.

Warm ums Herz wird es den Kobbelner auch am Heiligabend, denn da findet von 16 bis 18 Uhr das gemeinsame Weihnachtssingen auf dem Dorfplatz statt, zu dem Manfred Holzhey jetzt schon einlädt. Bereits am 1. Advent wird der Weihnachtsbaum aufgestellt, natürlich auch im Beisein vieler Anwohner.

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