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Beobachtungen von Gruppen in Libbenichen und Neutrebbin

Heimatkunde
Waldohreulen im Schutz der Dörfer

Halten die Ohren steif:  Diese Waldohreulen sind von den Libbenichener Linden zum Friedhof gezogen, wo sie meist den Winter verbringen.
Halten die Ohren steif:  Diese Waldohreulen sind von den Libbenichener Linden zum Friedhof gezogen, wo sie meist den Winter verbringen. © Foto: Matthias Lubisch
Ulf Grieger / 28.11.2018, 06:00 Uhr
Libbenichen/Neutrebbin (MOZ) Waldohreulen bilden in der kälteren Jahreszeit Gruppen und bevorzugen angestammte Quartiere, die durchaus auch in Siedlungen liegen können. Denn dort fühlen sie sich sicherer vor Feinden wie Habichten. Darüber informierte der Wriezener Ornithologe Steffen Fahl. In der Libbenichener Lindenstraße waren im Sommer fünf kleine Waldohreulen zu sehen. „Aber wenn das letzte Blatt von den Linden ab ist, ziehen sie sich irgendwo an einem sicheren Ort zurück“, beobachtete Sabine Griese dort.

In Neutrebbin hingegen sind die Eulen derzeit gut am Friedensplatz zu beobachten. Bis zu zwölf dieser imposanten Vögel haben die Grundschüler schon auf den Bäumen gezählt. Sie können sie von ihrer Bushaltestelle aus gut beobachten.

Die Waldohreule (Asio otus) sieht man fast in ganz Europa. Sie ist mit ihren 36 cm etwa schleiereulengroß und somit etwas kleiner und erheblich schlanker als der Waldkauz. Die wohl auffälligsten Kennzeichen sind die langen „Federohren“, die oft auch steil aufgerichtet werden sowie die orangegelben Augen. Der Gesichtsschleier ist gelblich-weiß und seitlich dunkel umrandet und die weißlichen „Augenbrauen“ heben sich V-förmig davon ab. Die Oberseite ist gelblich-braun mit dunkler, rindenähnlicher Zeichnung, die Unterseite ist rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und dunkler Querbänderung.

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