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Advent
Buntes Treiben auf dem Märkten

Jens Sell / 03.12.2018, 15:32 Uhr - Aktualisiert 03.12.2018, 17:52
Bollersdorf (MOZ) Viele Gemeinden und Vereine starteten mit Weihnachtsmärkten in den Advent. Manche aber auch mit einem Lichterfest, so wie in Rehfelde die Feuerwehr.

„Manche haben uns in sozialen Netzwerken gefragt, ob uns der Name Weihnachtsmarkt peinlich wäre, weil wir ein Lichterfest feiern, aber das ist Quatsch“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Rehfelde, Katrin Schwarting-Heyer, während sie Kinderpunsch und Glühwein ausschenkt. Seit zehn Jahren gebe es jetzt das Lichterfest vor dem ersten Advent, weil da erst das Anzünden der ersten Kerze gefeiert wird. Und weil das Fest von der Feuerwehr mit Unterstützung der Biker gefeiert wird, gibt es einen illuminierten Löschfahrzeug- und Motorradkorso von Rehfelde-Dorf bis zum Gerätehaus.

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Viele Nachbarwehren und die freundschaftlich verbundene Zerpernicker machen mit. Die Rehfelder selbst mit ihrem Phänomen Garant K32 und dem legendären G 5 setzten optische Highlights. Aus Garzin war wieder der Wasserwerfer-Trabi ein absoluter Hingucker. Die Rüdersdorfer Kameraden hatten ihren Skylift mit Lichterketten geschmückt. Die Drehleiter aus Hönow war ein optisches Highlight. Und natürlich der Lanz Bulldog, Baujahr 1936, von Landwirt Max Lötz, der den Planwagen mit vielen Kameraden zog. Auch der Weihnachtsmann „Tom-tom“ Thomas auf dem beleuchteten Trike war ein Hingucker. Er beschenkte anschließend die Kinder mit großzügigen Gaben, für die die Biker zuvor Spenden eingesammelt hatten. Ein kleines Gedicht scholl dann jedes mal über den dicht gefüllten Festplatz. „Ich glaube, so viele Gäste hatten wir noch nie auf unserem Lichterfest“, freute sich Steffen Hunger am Grill. Und sein Frau Stephanie arbeitete am Verkaufstisch emsig die Schlange ab: Erbsensuppe mit und ohne Wurst, Bratwurst und so weiter. Wem das nicht reichte, der ging zur Feuerschale. Besonders Kinder hielten dort ihr Knüppelbrot in die Flammen und freuten sich über den knusprigen Genuss.

Erstmals hatte Rüdersdorf zum Weihnachts- und Märchenzauber in seinen Museumspark eingeladen. Dafür war mit viel Aufwand und Liebe zum Detail in de Räumen der Schachtofen-Wohnungen ein Märchen-Quizpfad installiert worden, den Dutzende Familien nach Märchenfiguren absuchten. Sogar ein üppig gefülltes Tischlein-deck-dich war zu bewundern. Familie Prange aus Berlin gefiel es, und Joelina und Lucia, die mit Großeltern und Papa André Kauffmann aus Schöneiche gekommen waren, sangen dem Weihnachtsmann „O Tannenbaum“ vor und freuten sich über Geschenke. Nicht nur der Märchenpfad lohnte den Besuch, auch fürs leibliche Wohl war die Vielfalt groß, sogar international: Zapiekanki heißen die heißen polnischen Baguettes, die Bartosz Szeremeta und Kacper Sowa anboten. Daneben buk Haytullah Rahimi Pizza, gab es an Pia Kirschs „Knastmobil“ Burger, Pulled Pork und Hot Dogs, bei Chris Fischer Knoblauchbrot und Süßes am Wagen von Dieter Schuster.

In Bollersdorf hatte sich für den Weihnachtsmarkt in der Kreativ-Kita wieder das ganze Dorf starkgemacht. Der Start wurde wie in den Vorjahren aber nebenan in der Dorfkirche vollzogen. Dort gab es ein sehr stimmungsvolles Programm mit Weihnachtsmann, Kindern und Chor, was viel verdienten Applaus aus den voll besetzten Kirchenbänken erfuhr. Und auch in Hasenholz kam das ganze Dorf einschließlich vieler Berliner Wochenendler auf dem Anger zum Weihnachtsmarkt zusammen. Den gutmütig-grimmigen Alten gab wieder Lutz Knof, der seinen 13-jährigen Enkel Anton Hainke als Azubi im Schlepptau hatte. In der Bastelstube bei Förster Peter Büssow konnte  man schöne Gestecke fertigen. Dafür hatte der Forstmann vorsorglich zahlreiche Baumscheiben mit vier Bohrungen für die Adventskerzen versehen. Draußen wurden eifrig Würste gegrillt und Glühwein ausgeschenkt. An der Feuerschale hatte sich Familie Siering aus Waldsieversdorf niedergelassen, die ihren Weimarener Amy gar in einen passenden roten Mantel gehüllt hatte. An den Ständen konnte man kunstvoll gebastelte Gestecke und viele andere kunsthandwerkliche Geschenke kaufen.

Weihnachtsmärkte gab es am ersten Adventswochenende noch in der Arche Neuenhagen, im AWO-Seniorenzentrum Eggersdorf und dem Stephanus-Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer in Strausberg, im Hof Apfeltraum in Eggersdorf/Mü., an der Dorfkirche Prädikow, in Herzfelde und anderswo.

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