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Mütter fürchten nach offener Aussprache um Plätze für ihre Kinder / DRK-Geschäftsführerin Cordula Töpfer räumt Probleme ein und verspricht Lösung

Personalmangel
Vertrauensverlust belastet Atmosphäre in Freudenberger Kita

Obst für den Garten: Karl-Heinz Peters (l.), Hausmeister Detlef Bialek und Kinder der Kita Freudenberg setzen fünf Bäume, die Karsten Franke, Leiter der Fielmann-Niederlassung in Bernau, gespendet hat. Zusätzlich sponsert er einen Baum, der später einmal Schatten geben wird.
Obst für den Garten: Karl-Heinz Peters (l.), Hausmeister Detlef Bialek und Kinder der Kita Freudenberg setzen fünf Bäume, die Karsten Franke, Leiter der Fielmann-Niederlassung in Bernau, gespendet hat. Zusätzlich sponsert er einen Baum, der später einmal Schatten geben wird. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 09.12.2018, 08:00 Uhr
Beiersdorf-Freudenberg (MOZ) In der DRK-Kita „Rappelkiste“ in Freudenberg rumort es. Nachdem vier Mitarbeiterinnen geschlossen den Dienst quittiert haben, füllte der DRK-Kreisverband Märkisch-Oderland Ost als Träger die Reihen wieder auf. Trotzdem kommt die Einrichtung nicht zur Ruhe. Fünf Mütter, deren Kinder dort betreut werden, haben in der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend in Freudenberg ihrem Ärger Luft gemacht. Dem Vernehmen nach geht es um die Atmosphäre und das Miteinander zwischen Eltern und Teilen des Personals.

Die Mütter befürchten, dass ihre Kinder Nachteile erleiden oder ihnen der Kita-Platz gestrichen wird, weil sie Probleme offen angesprochen haben, die es seit einem halben Jahr in der Kita gibt. Sie wandten sich an Amtsdirektor Holger Horneffer und Bürgermeister Willi Huwe.

Es habe Probleme in den zurückliegenden Wochen gegeben, bestätigte Holger Horneffer, der darum warb, dem neuen Team in der Kita, eine Chance zu geben. Die Betreuung der Kinder mit qualifiziertem Personal sei gesichert. Es sei wichtig, eine stabile Lösung zu finden, die für alle realistisch sei. Das Amt stehe in enger Verbindung mit dem Träger, der das Team begleitet. Dem DRK die Trägerschaft zu kündigen, sei nicht so einfach, da es Kündigungsfristen gebe sagte Horneffer auf Anfrage. Der Trägerwechsel wäre erst am 1. Januar 2020 möglich. „Was hier im vergangenen halben Jahr passiert ist, möchte ich weder als Bürgermeister noch als Opa mal erleben“, sagte Bürgermeister Willi Huwe und fügte hinzu: „Das darf nicht mehr sein.“

Cordula Töpfer, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands Märkisch-Oderland Ost, erklärte am Freitag gegenüber der MOZ: „Wir sind dabei, die Vorfälle aufzuklären und mit allen Beteiligten zu sprechen.“ Die Situation sei in den vergangenen zwei Jahren nicht einfach gewesen. Durch zwei Umzüge, erst ins Gemeindezentrum und dann zurück in die Kita, die sehr schön geworden sei, blieb das Team auf der Strecke. „Wir wollen dem Neuen durch engmaschige Unterstützung und Qualitätszirkel, die sich mit der inhaltlichen Arbeit beschäftigen, eine Chance geben“, sagte die Geschäftsführerin. Die Ängste der Mütter seien vollkommen unbegründet. „Es verliert keiner seinen Kita-Platz“, betonte sie. Sie sei froh über jede Anmeldung.

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