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Die „Bernauer Eisheiligen“ und die „Wandlitzer Pinguine“ stürzten sich am Sonntag traditionell in den Obersee

Eisbader
Eintauchen bei drei Grad Celsius

Kai-Uwe Krakau / 17.12.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 17.12.2018, 11:59
Lanke (MOZ) Schon eine halbe Stunde vor Beginn hatten sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die ersten Schaulustigen am Ufer eingefunden. „Wir versuchen eigentlich, jedes Jahr herzukommen“, sagte Fritz Selchow. Gemeinsam mit seiner Frau Edith verbindet der Berliner den Ausflug in den Barnim mit dem Besuch von Freunden. „Für uns wäre das aber nichts“, meinte Selchow. Spaß mache aber schon das Zuschauen. „Und es ist eine tolle Leistung“

Nach und nach trafen auch die  Mitglieder des Galeriechores Schönow am Obersee ein. Unter der Leitung von Wolfgang Staufenbiel wollten die Männer und Frauen wieder für die musikalische Umrahmung des Spektakels sorgen. Für die Zuschauer gab es zudem heißen Glühwein gegen die Kälte und eine deftige Suppe.

Dann war es schließlich soweit: Angeführt vom Weihnachtsmann und seinem Engel kamen die „Eisheiligen“ vom nahen Parkplatz anmarschiert. Die Zuschauer und der Chor wurden von ihnen mit einem dreifachen „Eis frei“ begrüßt. Zudem gab es für die Sänger kleine Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen. Die Schönower sangen: „Kalte Tage, jetzt wird´s Zeit...“

Nach ein paar Aufwärmübungen fielen schließlich Hosen, Hemden und Jacken und die Männer und Frauen stiegen ins Wasser. „3,1 Grad“ rief jemand ans Ufer. Das sei ja ziemlich kalt, meinte eine Frau.

Die „Eisheiligen“ wurden auch diesmal von den „Wandlitzer Pinguinen“ unterstützt. „Neue Mitstreiter sind immer willkommen“, sagte Jana Hennig. Die Gruppe trifft sich immer sonntags an der Badestelle des Neptunvereins am Wandlitzer See. „Aber auch in der Woche, so es die Zeit zulässt, steigen wir ins Wasser“, berichtete die junge Frau.

„Es war heute eine angenehme Temperatur“, sagte „Eisheiliger“ Thomas Augustin nach dem Bad im Obersee. Man sollte zudem immer solange im Wasser bleiben wie die entsprechenden Werte sind, bei drei Grad also drei Minuten. Wolfgang Reichert machte es diesmal „richtig Spaß“. Er fing mit dem Eisbaden zunächst alleine an und stieß dann zur Gruppe. „Die Haut wurde rot, der Körper hat also richtig geheizt“, so Reichert. Für Fred Schmidt von den „Wandlitzer Pinguinen“ hätte dagegen ruhig etwas Eis auf dem Obersee sein können. „Das wäre dann das Optimum gewesen“.

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