Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sport
Aufatmen bei den Ruderern

Schwere Technik: Am Rudervereins-Gebäude haben die Bauarbeiten begonnen. Mit Hilfe von rund 7,50 Meter langen Stahlträgern, die in den Boden gerammt werden, wird eine Art Stützwand gebaut, so dass die Straße nicht abrutscht, wenn der Anbau errichtet wird.
Schwere Technik: Am Rudervereins-Gebäude haben die Bauarbeiten begonnen. Mit Hilfe von rund 7,50 Meter langen Stahlträgern, die in den Boden gerammt werden, wird eine Art Stützwand gebaut, so dass die Straße nicht abrutscht, wenn der Anbau errichtet wird. © Foto: Gerd Markert
Margrit Meier / 20.12.2018, 23:30 Uhr - Aktualisiert 21.12.2018, 11:45
Rüdersdorf bei Berlin (MOZ) Ein Beitrag in der Märkischen Oderzeitung im September hatte durchschlagende Wirkung. Sagen Architekt Wolfgang Baier und der stellvertretende Vorsitzende des Rudervereins, Jürgen Eisner. Damals schilderten sie, wie schwierig es sei, Bauunternehmen zu bekommen für das ehrgeizige Umbau-Projekt des 1927 gebauten Rudervereins-Gebäudes. Denn viele Unternehmen scheuen den bürokratischen Aufwand, den sie bei einer öffentlichen Ausschreibung betreiben müssen. „Doch direkt nach der Veröffentlichung haben sich bei uns eine Woltersdorfer Firma, die den Verbau übernimmt, eine Dachbaufirma aus Tasdorf und ein Bauunternehmen aus Hennickendorf gemeldet“, freut sich Architekt Baier.

In dieser Woche, fällt den Rudervereins-Leuten ein Stein vom Herzen, haben die Arbeiten begonnen. Zwölf etwa 7,50 Meter lange Stahlträger werden rechter Hand des Gebäudes in den Boden gerammt. Sie sorgen dafür, dass die Straße nicht nachgibt, wenn dort ein zwei Meter breiter Anbau errichtet wird. Der wird nicht nur die neuen Toiletten für die Gaststätte enthalten, sondern, noch viel wichtiger, einen rollstuhlgerechten Aufzug. Der wiederum sorgt dafür, dass die Behindertensportgruppe des Rudervereins bis ins Dach gelangen kann. Dorthin, wo sich deren Umkleide- und Sanitär- sowie Aufenthaltsräume befinden werden.

Das Dach ist zu großen Teilen auch schon neu gemacht. Viele Balken mussten verstärkt werden. „Jedes Mal, wenn ein Balken freigelegt wurde, zeigte sich das Elend“, sagt Jürgen Eisner. Was bedeutet, dass viel mehr Holz verbaut wurde als geplant. Das wiederum treibt die Kosten hoch. Also packen die Ruderer selbst wieder mit an, werden nun das Dach dämmen, nachdem sie die alte Dämmung, ein Schlackegemisch, entfernt haben, und den Fußboden verlegen.250 000 Euro Fördermittel hat der Landessportbund (LSB) bewilligt. 85 000 Euro steuert der Verein mit Hilfe eines Kredits bei, zuzüglich vieler Stunden Freiwilligenarbeit. Doch all das reicht nicht, schätzt Eisner. Und noch etwas drückt die Sportler: Eigentlich müsste das Gebäude bis Jahresende fertig sein. Doch das sei, so sagten es die Verantwortlichen schon im September, utopisch. Wie es nun mit dem LSB weitergeht, ob der vielleicht seine Fördermittel zurückzieht, weiß keiner. Und hofft natürlich auch niemand.(mei)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG