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Tierschutz
Sensibler Umgang mit Haustieren

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Symbolfoto © Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Olav Schröder / 24.12.2018, 09:00 Uhr
Ladeburg (MOZ) Die Zahl der Hunde und Katzen, die im Tierheim Ladeburg aufgenommen werden müssen, hat sich auf eine stabile Größe eingependelt. Dies stellt der Tierschutzverein Niederbarnim zum Jahreswechsel fest. Als ein Grund führt er den sensibleren Umgang mit Haustieren an.

Die vorläufige Bilanz des Tierschutzvereins für das abgelaufene Jahr bekräftigt frühere Ergebnisse. Auch 2018 wird die Zahl von 800 abgegebenen Tieren nicht überstiegen. Damit liegt diese Zahl, von Jahr zu Jahr leicht schwankend, aber relativ konstant zwischen 700 und 800 Tieren, wie Frank Ehlert, stellvertretender Vorsitzender des Tierschutzvereins, sagt. Auch die Zahl der vermittelten Tiere ist konstant und liegt bei jährlich rund 600. Für den insgesamt stabilen Trend bei den abgegebenen Tieren hat Ehlert eine Erklärung: „Die Menschen sind in vielen Fragen bei der Tierhaltung sensibler geworden.“

So sinke auch die Zahl der Tiere, die das Veterinäramt beschlagnahmt habe und dem Tierheim übergebe. Sie liege unter 50. Dies betreffe zum Beispiel Tiere, die nicht ordnungsgemäß gehalten werden oder sogar Fälle von Tierquälerei.

Weniger oft würden wildlebende Katzen dem Tierschutzverein beziehungsweise beim Landkreis gemeldet. Frank Ehlert führt dies auf das seit Jahren laufende Kastrationsprogramm im Barnim zurück. Die Tiere werden eingefangen, auf Kosten des Vereins kastriert beziehungsweise sterilisiert und wieder ausgesetzt. Ihre unkontrollierte Vermehrung wird dadurch begrenzt.

Um den insgesamt positiven Trend zu unterstützen, will der Tierschutzverein das Angebot für Kinder und Jugendliche verstärken. Gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule an der Hasenheide wurde die Bildung einer Interessengemeinschaft vereinbart. Der Tierschutzverein wird im neuen Jahr auf dem Gelände in Ladeburg ein Projekt mit den Schülern durchführen, bei dem Katzen oder Nagetiere im Mittelpunkt stehen. Einzelheiten werden noch festge-legt.

Dass sich Jugendliche für den Tierschutz begeistern, zeigte sich auch, als Schüler des Barnim Gymnasiums jetzt eine Spende in Höhe von 2000 Euro überreichten. Das Geld hatten sie mit ihrem alljährlichen Spendenlauf eingeworben.

Im neuen Jahr wird das Bildungsangebot mit den Schwerpunkten zum Wolfsmanagement und zur Afrikanischen Schweinepest fortgesetzt. Darüber hinaus erscheint die eigene Zeitung mit 5000 Exemplaren. 2018 hatten sich die Vortragsveranstaltungen mit Themen zum Tierwohl und zur Vogelhaltung befasst.

Ganz praktische Angebote kommen hinzu. So können noch Patenschaften für Tiere übernommen werden, beispielsweise für Hunde, der schon lange Zeit im Tierheim leben. Eine solche Patenschaft könne zum Beispiel darin bestehen, einen Obolus für das Futter zu übernehmen. Auf dem Gnadenhof des Tierheims befinden sich gegenwärtig ein Pferd, ein Schwein, zwei Rinder, und jeweils acht bis zehn Schafe beziehungsweise Ziegen, darunter auch der Ziegenbock, der beim Hussitenfest im Umzug „mitmarschierte“. Eine Besucherin aus Bad Belzig hatte sich für ihre Patenschaft ein Rind ausgewählt. „Auf dem Gnadenhof ist sogar noch Platz für weitere Tiere“, sagt Frank Ehlert.

Insgesamt verfügt das Tierheim über fünf Stellen und zusätzlich über einen Ausbildungsplatz zum Tierpfleger. Sie sind nicht nur für die Einrichtung als solche zuständig. rund 100 Gemeinden, auch aus den Nachbarkreisen, gehören dazu.

Kontakt: Tierschutzverein Niederbarnim, Tierheim Ladeburg, Biesenthaler Weg 23, Telefon 03338 38642 oder 704284, www.tierheim-ladeburg.de

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