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Konzert
Posaunen des Friedens für 2019

Harmonische Klänge: Diesmal erhielten die Protzen-Fehrbelliner Musizierenden Verstärkung vom Temnitzer Posaunenchor sowie vom Posaunenchor aus Sachsenhausen.
Harmonische Klänge: Diesmal erhielten die Protzen-Fehrbelliner Musizierenden Verstärkung vom Temnitzer Posaunenchor sowie vom Posaunenchor aus Sachsenhausen. © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 30.12.2018, 21:41 Uhr
Protzen (MOZ) Vom Klang der Posaunen erzählt die Bibel meist, wenn es etwas durch musizierende Engel zu verkündigen galt. Die Hauptbotschaft des Evangelischen Posaunenchores Protzen-Fehrbellin an das Publikum lautete am Samstagabend in Protzens Kirche, ein friedvolles Leben zu führen.

60 Zuhörer waren in das Gotteshaus gekommen, um die Musik zu genießen. Eine Vielzahl von Blechblasinstrumenten gehört zum Ensemble. Die meisten Musiker gehen im Hauptberuf einer anderen Tätigkeit nach. Umso mehr erfreute es, dass die Männer und Frauen ihre Instrumente sehr gut beherrschen.

Diesmal erhielten die Protzen-Fehrbelliner Verstärkung vom Temnitzer Posaunenchor sowie vom Posaunenchor aus Sachsenhausen. Bereits zum 58. Mal gab es das Spiel zur Weihnachtszeit. Schon zu Anfang der 1960er-Jahre waren die Bläser vor Publikum in den Kirchen der Region aufgetreten. Diesmal standen bereits Lichtenberg, Protzen, Manker und Dabergotz auf dem Plan. Am Sonntag, 6. Januar, dem Drei-Königs-Tag, der die christliche Weihnachtszeit beschließt, beenden auch die Musiker ihre aktuelle Tour um 10.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Fehrbellin mit einem festlichen Bläserkonzert.

Am Sonnabend trug das Ensemble vier Gruppen von drei Liedern vor. Das jeweils mittlere eignete sich, weil zu den bekannteren Kirchenliedern gehörend, sehr gut zum Mitsingen. So wurden aus den Zuhörern Sänger bei „Ich steh an deiner Krippen hier“, „Hört der Engel helle Lieder“, „Es kommt ein Schiff geladen“ und „O komm, o komm, du Morgenstern“.

Spielfreude und Können bewiesen die kirchlichen Blasmusiker auch bei „Joy To The World“, „Enatus est Emanuel“, „Lobgesang der Engel“, „Wunderbarer König“ und „Schlaf, mein Bübchen“. Einige Stücke wurden in einer leicht gekürzten Form dargeboten.

Zwischendurch wurden die Zuhörer in Wortbeiträgen mit der Jahreslosung der evangelischen Kirche für 2019 bekanntgemacht. Sie lautet „Lass vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach“. Die Losung soll Orientierung für das individuelle Handeln im bevorstehenden Jahr bieten. Der Frieden unter den Menschen sei von der kleinsten Gemeinschaft bis hin zu Staaten nie selbstverständlich. Es gelte, selbst stets friedvoll zu handeln.

Anhand der „Geschichte von Varenka“ wurde den Zuhörern erzählt, dass Gott Gebete stets beachte, doch manchmal anders, als man das erwarte. Die Witwe Varenka lebte mitten im Wald in Russland vor sehr langer Zeit. Als ein schwerer Krieg den Wald erreichte, betete sie, Gott möge eine Mauer um ihre Hütte errichten. Nach und nach nahm sie mehrere Menschen auf, die alles verloren hatten. Schließlich beteten alle gemeinsam für die gewünschte Mauer. In der Nacht darauf fiel dann so viel Schnee, dass die vollkommen überdeckte Hütte für die plündernden Soldaten am Folgetag nicht mehr zu sehen war.

Zum Abschluss des 75-minütigen Konzerts erhielten die Akteure starken Beifall. Mit den drei Zugaben „Let it snow“, „Winter Wonderland“ und „Rudolph, The Red-Nosed Reindeer“ verabschiedeten die Musiker das Publikum locker und stimmungsvoll

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