Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Abwasser
Grubenabfuhr hat bald ein Ende

Abwasserpumpwerk an der Hauptstraße in Rauschendorf: Künftig soll das Dorf komplett erschlossen sein.  Die dafür nötigen Arbeiten ziehen sich aber voraussichtlich bis in das Jahr 2020 hinein. Auch im Trinkwasserbereich ist viel zu tun.
Abwasserpumpwerk an der Hauptstraße in Rauschendorf: Künftig soll das Dorf komplett erschlossen sein.  Die dafür nötigen Arbeiten ziehen sich aber voraussichtlich bis in das Jahr 2020 hinein. Auch im Trinkwasserbereich ist viel zu tun. © Foto: MOZ/Matthias Henke
Matthias Henke / 03.01.2019, 19:30 Uhr
Rauschendorf (MOZ) Voraussichtlich im Frühjahr beginnen in Rauschendorf umfangreiche Bauarbeiten. Der Trink- und Abwasserverband (TAV) Lindow-Gransee schließt das Dorf dann an seine zentrale Abwasserentsorgung an. Auch neue Trinkwasserleitungen werden verlegt.

Die Ausschreibung der Bauleistungen werde im Januar erfolgen, kündigte Verbandsvorsteherin Anke Freitag an. Mit der Vergabe rechne sie für den Monat März. Wenn Klarheit über die Auftragnehmer herrsche, könne auch eine Einwohnerversammlung stattfinden, bei der die Betroffenen über weitere Details informiert werden. Mit jedem Grundstückseigner werde ferner mit Verantwortlichen der Baufirma eine Vor-Ort-Begehung durchgeführt. Abzustimmen gelte es sich auch mit der Agrar Gmbh Sonnenberg am südöstlichen Ende des Dorfes. Ein Baustart in diesem Bereich zur Hochsaison der Spargelbauern gelte es zu vermeiden, sagte Freitag den Gemeindevertretern.

Womöglich lassen sich für den TAV auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, etwa beim Leitungsbau in Richtung Schönermark. So habe man Kontakt mit der Telekom  aufgenommen. Eventuell werde das Unternehmen seinerseits Leitungen verlegen, wenn die Straße erst einmal aufgerissen ist. Die Kläranlage sei immer noch mit Oberleitungen erschlossen, was die Gefahr berge, telekommunikationstechnisch von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, wenn etwa infolge von Stürmen Bäume oder Äste die Leitungen herunterreißen, beschrieb Freitag die Situation.

Planer Tobias Birkner erläuterte überdies weitere Details des umfangreichen Projektes. So werde im Rahmen der Arbeiten auch die Abwasserdruckleitung aus Neulögow nach Rauschendorf hinein verlegt, bislang verlaufe sie darum herum. Aufgrund der ungünstigen topografischen Gegebenheiten sprich der hügeligen Landschaft in der Ortslage werde die Schmutzwasserkanalisation aus drei von einander unabhängigen Systemen bestehen, für die je ein Pumpwerk zuständig sein soll: ein nordöstliches entlang der Hauptstraße nach Neulögow, eines in der Dorfmitte samt Granseer Straße sowie ein südöstliches. Die Agrar GmbH verfüge bereits über ein eigenes Pumpwerk, werde dann aber angebunden. Alle Leitungen werden dann zu einem geschlossenen System zusammengeführt.

Während es sich beim Abwassersystem um eine Kompletterschließung von Rauschendorf handele, sei der Ort an das Trinkwassernetz schon angeschlossen. Hier sollen jedoch alte Asbestzementleitungen durch zeitgemäße Rohre ersetzt und die Hauptleitung in Richtung Schönermark erneuert werden.

Die Arbeiten sollen unter Aufrechterhaltung des Anlieger- und Fußgängerverkehrs erfolgen. Fußgängerüberwege und Fahrzeugbehelfsbrücken an den betroffenen Abschnitten sind beispielsweise geplant. Die jeweils aufgerissene Baufläche soll vergleichsweise kleinteilig sein. Die Furcht vor hundert Meter langen Gräben versuchten die Verantwortlichen zu zerstreuen. Die Arbeiten sollen sich aber bis ins kommende Jahr ziehen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG