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Kultveranstaltung
„Klang und Licht“ in privater Hand

Anke Beißer / 08.01.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 07.01.2019, 20:47
Kagel (MOZ) Die Kultveranstaltung „Klang und Licht“ will in diesem Sommer ihr Publikum in 15. Auflage verzaubern. Um den Fortbestand zu sichern, haben die Erfinder Thomas Zschammer und Steffen Fritsch eine Firma gegründet. Auch der Termin steht, dank Hundertjährigem Kalender,  fest: Es ist der 3. August.

Der 15. Geburtstag von „Klang und Licht“ in Kagel wird so etwas wie ein Neuanfang. Die Väter der Veranstaltung, Thomas Zschammer (63) und Steffen Fritsch (53), haben „ihr Baby“ quasi zurück in die Familie geholt. Denn auch beider Frauen, Elke Zschammer und Diana Fritsch, sowie Andrea Kugler-Janke halten die Fäden für die Organisation mit in den Händen. Erfunden wurde das Format, als für beider Söhne und ihre Band „Toxic“ 2004 eine Auftrittsmöglichkeit gesucht wurde. Aus den anfangs 200 Gästen sind zuletzt immer weit mehr als 1000 geworden.

Das Freunde-Gespann hat für das Weiterleben der Veranstaltung eine Firma gegründet. Die „Klang und Licht – Kagel gemeinnützige Unternehmensgesellschaft“ (mit Haftungsbeschränkung) besteht aus zwei gleichberechtigten Partnern, Zschammer agiert zudem als Geschäftsführer. Jeder hat 100 Euro Starteinlage beigesteuert. Wenn die Firma, warum auch immer, mal aufgelöst wird, fällt das Vermögen an die Musikschule „Klanghaus“ Grünheide. So steht es in den Gründungspapieren.

„Das Konstrukt erschien uns geeigneter als eine gGmbH und auch als ein Verein“, erläutert Zschammer. Denn als Einlage hätte theoretisch ein Euro gereicht und es habe auch keine bestimmte Anzahl an Personen dabei sein müssen. „Wir können Spendenquittungen ausstellen, was unseren Sponsoren natürlich zupass kommt.“

In den Jahren zuvor gab es eine enge Zusammenarbeit mit Jugendkoordinatorin Karin Meinharth. Das Zeitpensum für die Organisation hatte aber längst den Rahmen gesprengt. „Wir haben dem Grünheider Amtsleiter die Firmengründung vorgeschlagen, und er fand die Idee gut“, erklären die Kageler. Gefördert werde die Veranstaltung trotzdem über den Gemeindehaushalt. Zwar seien es statt bisher 10 000 diesmal nur 9000 Euro, ein wichtiger Grundstock sei damit aber gesichert.

„Wir dürfen auch weiter auf die Unterstützung der Feuerwehr und des Bauhofs zählen, den Platz und die Stromanschlüsse nutzen.“ Aber sie agieren als Veranstalter, verpflichten Künstler, Caterer, Sicherheits- und Rettungskräfte, schließen die erforderlichen Versicherungen ab. „Klang und Licht Kagel“, für das sich Zschammer und Fritsch die Rechte gesichert haben, kommt jetzt mit einem Copyright im Logo daher.

Nachdem das unternehmerische Konstrukt stand, ging es mit den Vorbereitungen los. Was die Künstler anbelangt, gibt es klare Vorstellungen, aber noch keine Verträge. Sicher ist eine Lasershow. „Die gibt es alle fünf Jahre“, sagt Zschammer. Fest steht jetzt auch der Termin. Für die Entscheidung wurde wie gewohnt der Hundertjährige Kalender zurate gezogen.

Der 3. August verspricht gutes Wetter, liegt er doch in einem entsprechenden Fenster. „Der Juli hört warm auf und der August fängt heiß an, erst nach dem 4. August kommt Regen“, hat Fritsch herausgelesen. Erst einmal hat das Wetter für „Klang und Licht“ nicht gepasst. Aus der Tatsache, dass das Datum auf den Einschulungstag fällt, machen die Organisatoren eine Tugend. „Für alle Erstklässler gibt es eine Überraschung.“

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