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Karneval
Falkenthaler Jecken grüßen mit einem „FKK Helau!“

Blick in die Vergangenheit: Prinz Heini I. und ihre Lieblichkeit, Karin I., waren das erste in Falkenthal regierende Prinzenpaar.
Blick in die Vergangenheit: Prinz Heini I. und ihre Lieblichkeit, Karin I., waren das erste in Falkenthal regierende Prinzenpaar. © Foto: privat
Volkmar Ernst / 16.01.2019, 08:00 Uhr - Aktualisiert 16.01.2019, 09:45
Falkenthal (MOZ) Die Falkenthaler Jecken haben dieses Jahr einen guten Grund zum Feiern: Vor 40 Jahren wurde der Falkenthaler Karnevals Klub (FKK) gegründet. Die ersten Majestäten waren Prinz Heini I. und ihre Lieblichkeit Karin I.

Dass es den FKK gibt, ist der Feierlaune der Mitarbeiter der ehemaligen Jungrinderaufzuchtanlage zu verdanken. Dort fand jedes Jahr unter einem bestimmten Motto ein Betriebsfest statt. 1977 war das Thema „Karneval“, und weil das den Mitarbeiten so gut gefiel, wurde im Jahr darauf erneut Karneval gefeiert. Dann jedoch war Schuss, nicht mit den Betriebsfeiern, aber doch mit dem Karneval als Motto. Das wiederum wollten einige Falkenthaler so nicht hinnehmen. Sie trafen sich im Dorfklub und gründeten den Falkenthaler Karnevals Klub (FKK), erinnert sich Präsidentin Christel Hanschmann an die Anfänge. Auf der Suche nach Mitstreitern,  unter anderem für den Elferrat, half eine Flunkerei weiter. „Wir haben eine Liste erstellt, wen wir ansprechen wollen. Das waren der Lehrer, der Bäcker, die Handwerker und der Bürgermeister. Dann sind wir von Haus zu Haus gegangen. Viele haben gefragt, wer noch mitmacht. Da haben wir dann unsere Liste gezeigt, ohne allerdings extra darauf zu verweisen, dass das nur unsere Vorschlagsliste ist. Aber es habe genügt, um die Leute zum Mitmachen zu animieren, erzählt Christel Hanschmann.

1979 war sozusagen die Geburtsstunde des FKK. Es gab einen Elferrat und mit Heini I. und Karin I. sogar ein Prinzenpaar. Die Funkenmariechen marschierten zwar auf, allerdings fehlte das einheitliche Erscheinungsbild. Erst zwei Jahre später  wurden Westen und Jacken angeschafft.

Auch das Männerballett gab es im Gründungsjahr noch nicht. Doch kam der erste Auftritt ein Jahr später so gut an, dass es auch heute noch ein fester Bestandteil des Programms ist. Was den Falkenthaler Jecken vor allem wichtig war und ist: Alle, ob Macher oder Gäste, sollen ihren Spaß haben. Deshalb wird auch auf ein spezielles Motto oder Thema für die Sitzungen verzichtet. Das hat auch heute noch den Vorteil, dass nicht mühsam Akteure gesucht werden müssen, die in die Bütt steigen oder auf die Tanzfläche marschieren. Wer will, bietet einen Auftritt an. Daraus entsteht dann das Programm.

Bis zur Wende luden die Falkenthaler Jecken wie im vergangenen Jahr am 11.11. zum Straßenkarneval ein – es ist eine Tradition, die künftig fortgeführt werden soll, wenn der Verein einen runden Geburtstag feiert oder die „5“ am Ende der Zahl auftaucht.

Direkte Nachwuchssorgen haben die Falkenthaler Jecken nicht. Vielmehr wird der Spaß am karnevalistischen Frohsinn von Generation zu Generation weitergegeben. Der beste Beweis dafür ist Karl-Heinz Wutke, der vor 40 Jahren zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Heute ist sein Enkel Oliver bei den Falkenthaler Jecken aktiv. Anlässlich des runden Geburtstages des Vereins wird der inzwischen 83-jährige Wutke aber in dieser Session noch einmal in die Bütt steigen, verrät Christel Hanschmann.

Außerdem nehmen die Falkenthaler das mit den Gebietsgrenzen für eine Mitgliedschaft im Verein auch gar nicht so streng. So lebt das amtierenden Prinzenpaar, Jürgen III. und Petra III., nicht einmal in Falkenthal, sondern im benachbarten Liebenberg. Doch Hof hält es bereits zum dritten Mal infolge im Falken.

Etwa 60 Mitglieder gehören dem FKK an, und die kommen auch aus Löwenberg und Zehdenick. „Wichtig ist nur, dass die Leute, wenn das  Programm abgesprochen ist, zu den Proben kommen“, stellt Christel Hanschmann fest. Die ersten Proben beginnen bereits im Oktober, wenn die einzelnen Auftritte vorgestellt werden. „Jetzt im Januar geht es nur noch um den Feinschliff, also letzte Absprachen.“

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