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Freie Heide
Turmbau hat begonnen

Spätestens am 10. Mai fertig: Der neue Aussichtsturm ist etwa 14 Meter hoch und wie die Unterstände am Hügel achteckig.
Spätestens am 10. Mai fertig: Der neue Aussichtsturm ist etwa 14 Meter hoch und wie die Unterstände am Hügel achteckig. © Foto: Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Christian Schönberg / 22.01.2019, 06:00 Uhr
Neuglienicke/Pfalzheim (MOZ) Allein von der Höhe her ist es eines der größten Bauprojekte, dass im Landkreis Ostprignitz-Ruppin je gestemmt wurde: der Aussichtsturm in der Kyritz-Ruppiner Heide. Der Bau hat nun begonnen.

Am Montag voriger Woche war der erste Spatenstich an der freigegebenen Wanderstrecke zwischen Pfalzheim und Neuglienicke erfolgt. Eine tiefe, kreisrunde Grube ist nun ausgehoben worden.

Ginge es nach der Firma Schaffitzel aus Sulzdorf (Baden-Württemberg) könnte schon diese Woche das Fundament gegossen werden. „Aber wenn der Frost so hartnäckig bleibt, geht das erstmal nicht“, sagt Schaffitzel-Projektleiter Daniel Renz. „Bei solch einem Wetter können wir nicht betonieren.“

Die Firma hat bereits viel Erfahrung mit Holz-Konstruktionen sammeln können. Spezialisiert ist sie auf Brücken, aber auch Türme hat sie schon errichtet. Das Bauwerk in der Heide ist von der Struktur her dem in Rechberghausen (Baden-Württemberg) gleich, das ebenfalls Schaffitzel im Jahr 2008 gebaut hat: eine elegant wirkende Lamellenfassade, innen drin die stabile Wendeltreppe aus Stahl und oben die ringförmige, achteckige Aussichtsplattform, die einen 360-Grad-Rundumblick ermöglicht. Für den Bau in der Heide sei die Rechberghausener Form aber „leicht abgewandelt“ worden, so Renz. Aufgestellt wird der Turm auf dem sogenannten Sielmann-Hügel. Die Erhebung liegt direkt an der Wander-Route und inmitten des 4 000 Hektar großen Gebiets des ehemaligen Bombodroms, um das sich die Sielmann-Stiftung im Rahmen des Nationalen Naturerbe-Programms (NNE) kümmert (RA berichtete). Dort zeigt man sich hoch erfreut, dass es mit dem Bau losgehen konnte: „Spätestens zum Anwandern am 10. Mai ist der Turm fertig“, sagte Stiftungssprecherin Elisabeth Fleisch am Montag.

Froh ist man über den Baustart auch deshalb, weil darauf jahrelang gewartet worden ist. So waren schon im Herbst 2014 Studenten von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung auf dem Sielmannhügel. Sie ließen sich dort für Entwürfe eines barrierefreien Aussichtsturms inspirieren. Aus fünf Skizzen wählte die Jury dann einen Sieger: das sogenannte „Krähennest“ (RA berichtete).

Allerdings erwies sich die Konstruktion in der Umsetzung als zu teuer. Deshalb wurde auf einen – allerdings nicht barrierefreien – Entwurf des Ingenieurbüros Miebach zurückgegriffen. Bauen sollte, nachdem das Land Fördermittel-Zusagen gemacht hatte, ein Unternehmen aus Mirow. Doch der Auftrag über 215 000 Euro wurde Anfang 2018 nicht ausgelöst, weil er wegen höherer Materialkosten preislich nicht mehr zu halten war. So kam es zum Neuanlauf bei der Ausschreibung. Im September erfolgte dann der Zuschlag für die Sulzdorfer – für rund 250 000 Euro. Zuvor war die Fördermittelzusage um 50 000 auf 190 000 Euro aufgestockt worden. Den Eigenanteil in Höhe von 60 000 Euro steuert der Landkreis bei.

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