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Krummensee erhält ein nagelneues Ortsteilzentrum samt Feuerwehrgerätehaus / Der alter Klinkerbau mit dem Büro des Dorfoberhauptes wird dafür abgerissen

Dorferneuerung
Im Fahrstuhl zum Ortsvorsteher

Dorfzentrum mit neuem Antlitz: Neben dem Krummenseeer Gasthaus wird gebaut. Das alte „Spritzenhaus“ (l.) diente einmal der Band Rammstein als Kulisse für ein Video.
Dorfzentrum mit neuem Antlitz: Neben dem Krummenseeer Gasthaus wird gebaut. Das alte „Spritzenhaus“ (l.) diente einmal der Band Rammstein als Kulisse für ein Video. © Foto: Finow Plan Eberswalde
Kerstin Ewald / 23.01.2019, 06:30 Uhr
Krummensee (MOZ) Krummensee baut ein neues Feuerwehrgerätehaus mit integriertem Dorfgemeinschaftszentrum. Eine detaillierte Planung liegt jetzt vor und hielt der Prüfung im Ortsbeirat Krummensee und im Bauauschuss der Werneuchener Stadtverordneten stand. Auf einer Bürgerversammlung am 15. Februar im Saal der Gaststätte Krummensee können sich nun auch die Bürger mit den Bauzeichnungen – Grundrissen, Gebäudequerschnitten und Modellzeichnungen – auseinandersetzen.

Das alte Klinkerhaus, in dem im Moment noch der Ortsbeirat tagt, wird dann dem mehrfunktionalen Gebäude weichen. Die Feuerwehr Krummensee wird ihren Fuhrpark in zwei rund 115 Quadratmeter großen Garagen parken können. Die beiden Tore werden die Fassade zur Dorfstraße hin prägen. Von dort aus können die Feuerwehrautos so schnell wie möglich zu ihren Einsätzen gelangen.

Die Räume des Dorfgemeinschaftszentrum werden zum großen Teil in der ersten Etage an der Ringstraße liegen. Eine große Verbesserung: Von der Straßen-ebene wird ein Aufzug nach oben zu den Räumen des Ortsbeirates und des Ortsvorstehers führen, damit auch Gehbehinderte ohne große Umstände an Sitzungen teilnehmen oder den Ortsvorsteher sprechen können. Von der Ringstraße wird wie bisher ein Durchgang zum Krummenseer Festplatz führen – und zwar zwischen dem neuen Gebäude und dem verklinkerten Nachbarhaus. Von dieser Passage sind sowohl öffentliche Sanitäranlagen für die Besucher des Festplatzes zu erreichen wie auch die Umkleiden und die Sanitäranlagen der Feuerwehrleute.

Dieser aktuellen Planung, mit der die Firma Finow Plan aus Eberswalde betraut ist, ging eine Machbarkeitsstudie voran, wie Rainer Sachse, Sachbearbeiter für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Werneuchen, berichtet. Diese Untersuchung hatte beim alten, bis heute genutzten Krummenseeer Feuerwehrgerätehaus – es steht unmittelbar neben dem geplanten Neubau – vor allem große Probleme beim Arbeitsschutz und der sicheren Unterbringung der Geräte diagnostiziert. Da nun Frauen und Männer in der Feuerwehr Dienst leisten, sind getrennte Umkleideräume vorgeschrieben. Bald wird dann auch Krummensee in dieser Hinsicht ordnungsgemäß ausgestattet sein. Der gesamte Komplex für Feuerwehr und Dorfgemeinschaftszentrum soll rund eine Dreiviertel Millionen Euro kosten, wie der Werneuchener Haushaltsplanung für 2019 zu entnehmen ist. Laut Rainer Sachse will die Stadt möglichst bald Bauantrag stellen, nicht gewiss sei allerdings, ob das Projekt noch in diesem Jahr zum Abschluss kommt.

Seit der Wende wurden in Werneuchen und den umliegenden Dörfern die Feuerwehrgerätehäuser auf modernen Stand gebracht. Bis auf Hirschfelde gibt es nun in allen Ortsteilen samt der Kernstadt Neubauten.(kew)

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