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Gemeindevertretung Vierlinden einigt sich auf 20 Prozent Nachlass nur für Marxdorfer Bungalow-Siedlung / Verein wollte mehr

Politik
Abschlag für Zweitwohnungssteuer festgelegt

Idyllisch am Krummen See: Nur für die Marxdorfer Bungalow-Siedlung gilt der Zweitwohnsitz-Steuerrabatt.
Idyllisch am Krummen See: Nur für die Marxdorfer Bungalow-Siedlung gilt der Zweitwohnsitz-Steuerrabatt. © Foto: Matthias Lubisch
Cornelia Link-Adam / 25.01.2019, 07:00 Uhr
Görlsdorf/Marxdorf (MOZ) Wer in der Gemeinde Vierlinden eine Zweitwohnung hat, muss dafür künftig auch Zweitwohungssteuer zahlen. Allerdings hat sich die Gemeindevertretung von Vierlinden am Mittwochabend darauf geeinigt, dass den Bewohnern der Marxdorfer Bungalowsiedlung wegen der besonderen Umstände 20 Prozent Abschlag gewährt wird.

Schon im November hatte der Gemeinderat beschlossen, dass künftig in Vierlinden statt 10 nun 15 Prozent Zweitwohnungssteuer zu zahlen sind. Herangezogen wird laut Amtsdirektorin Roswitha Thiede zur Berechnung die Quadratmeterfläche der Wohnung sowie die ortsüblichen Nettokaltmieten-Preise. „Wir haben diesen Preis in den sieben Ortsteilen zum Durchschnitt genommen.“ Die Zeiten, wo einst 1,95 Euro als Quadratmeterpreis angesetzt waren, seien lange vorbei. Aktuell belaufen sich die Nettokaltmieten bei rund 3,30 Euro. Um Abschläge für die Zweitwohungssteuer zu gewähren, hatte die Verwaltung eine Liste erstellt, die den Zustand der Infrastruktur erkennbar macht. Abschläge von je 10 Prozent wurden bisher gewährt für fehlende oder unzureichende Stromversorgung, Trinkwasserversorgung und Straßennetz. Selbst nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauamt wurde der Weg zur Bungalow-Siedlung in Marxdorf als zumutbar empfunden.

„Die Abschläge kommen nur für die Marxdorfer Bungalows in Betracht“, fand Vierlindens Vize-Bürgermeister Jörg Berndt, der am Mittwochabend die Sitzung für den erkrankten Constantin Schütze in Görlsdorf leitete. Gäste aus dem Bungalow-Verein in Marxdorf gaben aus dem Zuschauerraum zu bedenken, dass die Anlage schon über 30 Jahre bestehe, sich seither an der Situation nicht viel geändert habe. Man habe eine eigene Wasserversorgung, nur eingeschränkte Stromversorgung und der Weg zur Anlage sei durch die Vereinsmitglieder selbst gemacht worden. Daher fand man Abschläge in Höhe von 30 Prozent vertretbar, zumal die Steuererhöhung schon hart genug sei.

Vize-Bürgermeister Jörg Berndt fand die Forderung nach 30 Prozent Abschlag zu hoch, zumal das Gremium im Dezember den Bungalow-Eignern nur 12 Prozent angeboten hatte. Amtsdirektorin Roswitha Thiede war für 20 Prozent Nachlass – jeweils 10 für Wasser und Strom. Es entbrannte eine längere Diskussion, welche Summe man gewähren könnte. Jeder der sieben anwesenden Gemeindevertreter musste seine Zahlen-Vorstellung nennen. Am Ende war die Mehrheit für 20 Prozent. Dieser Abschlag wurde im mehrheitlich gefällten Beschluss festgelegt – und gilt einzig für die Bungalowsiedlung in Marxdorf. Deren Besitzer bekommen nun Post vom Amt.

Einstimmig befürwortet wurde danach noch die neue Hauptsatzung, die nun auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorsieht. Der Jahresabschluss und die Entlastung der Amtsdirektorin für 2012 kamen ebenso durch, wie das vereinfachte Aufstellen der Jahresabschlüsse 2014 bis 2016. Zurückgestellt wurde dagegen der Städtebauliche Vertrag mit den Investoren für den „Windpark Hufen“ bei Görlsdorf, weil noch Details zu klären sind.

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