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Gisbert Zastrow
Kontrolleur und Ansprechpartner in Steinhöfel

Neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von Steinhöfel: Gisbert Zastrow.
Neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von Steinhöfel: Gisbert Zastrow. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 27.01.2019, 06:15 Uhr
Arensdorf (MOZ) Er half schon zu DDR-Zeiten mit, Dorffeste zu organisieren, engagiert sich seit Jahrzehnten in der Politik – nun ist Gisbert Zastrow ehrenamtlicher Bürgermeister von Steinhöfel. Ihm ist wichtig, dass die Menschen einen Ansprechpartner haben.

Die Pudelmütze tief ins Gesicht gezogen, Arbeitsstiefel an den Füßen: Wer Gisbert Zastrow nur als Vorsitzenden der Gemeindevertretung gesehen hat, erkennt ihn auf dem Hof des Arensdorfer Landwirtschaftsbetriebs   schwer wieder. Der 69-Jährige ist Landwirt durch und durch. Aufgewachsen in der Neubauernwirtschaft der Eltern, studierte er später Tierproduktion in Berlin. Sein erster Arbeitsplatz war 1971 in Arensdorf, wo er schnell zum Leiter Tierproduktion der LPG „Frohe Zukunft“ aufstieg, später führte er sie ganz.

Gisbert Zastrow trauert dieser Zeit nicht nach, aber „das Kollegiale war besser entwickelt. Die Menschen hatten Treffpunkte im Ort, eine Verkaufsstelle oder Gaststätte“. Schon in den letzten Jahren der DDR half er, die durch die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdGB) ermöglichten Dorffeste zu organisieren. Er wurde Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschland (DBD). Später wechselte er zur CDU, leitete zuletzt die Gemeindevertretung von Steinhöfel  – und ist seit ein paar Tagen ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde. Die Wahl im Gemeinderat erfolgte ohne Diskussion und einstimmig. Zastrow verzog keine Miene.

Ob er sich denn gefreut habe? „Ja doch, es ist eine Ehre für mich und zeigt die Achtung, die meiner Arbeit entgegengebracht wird“, gibt er zu. Aber es sei doch nichts Besonderes. „In den Gremien sind viele, mit denen ich seit Jahrzehnten zusammenarbeite und auf die ich mich stützen kann“, sagt er und lächelt nun doch.

Gisbert Zastrow wurde 1998 ehrenamtlicher Bürgermeister von Arensdorf und war im Amtsausschuss Steinhöfel vertreten. Ortsvorsteher von Arensdorf war er bis 2014, danach Vorsitzender der Gemeindevertretung Steinhöfel. Er kennt die Ortspolitik in- und auswendig.

Was nun auf ihn zukomme, sei die „Durchführung und Kontrolle der Maßnahmen, die im Haushaltsplan beschlossen sind und die die Zusammenführung mit dem Amt Oder-Vorland betreffen“. Zastrow ist klar, dass es in den vier Monaten bis zur Kommunalwahl nicht möglich ist, alle Fragen zu lösen. „Es kommt darauf an, dass hier in der Gemeinde Steinhöfel immer ein Ansprechpartner ist. Es sind viele kleine Sachen zu erledigen wie zum Beispiel die Friedhofsmauer in Arensdorf.“ Was Gisbert Zastrow offen lässt, ist, ob er im Mai als Bürgermeister kandidiert.

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