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Jahreshauptversammlung
Bergsdorfer Löschgruppe zieht Bilanz

Zum Abschied: Ehrenmitglied Hannelore Mühlenhaupt erhielt ein Foto der Löschgruppe Bergsdorf.
Zum Abschied: Ehrenmitglied Hannelore Mühlenhaupt erhielt ein Foto der Löschgruppe Bergsdorf. © Foto: Wolfgang Gumprich
Wolfgang Gumprich / 27.01.2019, 21:00 Uhr
Bergsdorf Das wird wohl die „Quadratur des Kreises“ werden: Das Bergsdorfer Löschfahrzeug ist nicht mehr „zeitgemäß, hat keinen Wasserdruck“, wie es Frank Lange ausdrückte. Für ein neues ist aber im 2012 renovierten Gerätehaus kein Platz. Der Ortswehrführer und stellvertretende Stadtbrandmeister wies in seinem Jahresbericht am Freitag im Mühlenhaupt-Museum auf diese Kalamität hin.

Die Bergsdorfer Wehr gibt sich ausgewogen: 17 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung stehen 17 Aktiven gegenüber. Mit 24 Einsätzen, darunter 18 Bränden, hatte im vergangenen Jahr die Löschgruppe so viel wie noch nie zu tun. Lange bedankte sich bei den Löschgruppen im Ort, die die Bergsdorfer unterstützt haben: „Ohne Euch hätten wir es nicht schaffen können.“ Über 400 Stunden ehrenamtlichen Dienst habe die Löschgruppe 2018 absolviert. Die Tagesbereitschaft sei mit drei Kameraden noch gewährleistet. Wegen dieser engen Voraussetzungen plädierte Lange dafür, dass in der Löschgruppe jeder eigentlich alles können müsste. Zum Abschluss seines Jahresberichts bedankte sich Lange bei den Familien für deren Verständnis.

Wie auf den Jahreshauptversammlungen der anderen Löschgruppen gab Stadtbrandmeister Gerd Leege einen Gesamteinblick in die Aufgaben der Feuerwehr Zehdenick. Bei dem „Ausnahmejahr 2018“ sei es bei einigen Waldbränden fast zu „griechischen Zuständen“ gekommen. „Das war neu für uns“, fasste er zusammen. Im kommenden Jahr wird es eine weitere Änderung in der Führungsstruktur geben. Sein Stellvertreter Frank Lange werde seinen Posten als Ortswehrführer in Bergsdorf aufgeben, um sich intensiv um den Aufbau einer Jugendwehr zu kümmern.

Auf die Feuerwehr könne man sich stets verlassen, lobte Ortsvorsteher Michael Schulze die Kameraden. Dies gelte für sämtliche Einsätze im Ort. Als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung werde er sich immer für die Belange sämtlicher Löschgruppen in der Stadt einsetzen.

Vor den Ehrungen und Beförderungen gab es dann noch zwei persönliche Statements: Geschäftsführer Christoph Lehmann von der Agrar GmbH bedankte sich bei der Wehr für deren Einsatz im November, als spielende Kinder und Jugendliche 600 Heuballen in Brand setzten und einen Schaden von rund 100 000 Euro anrichteten. Er sagte bei zukünftigen Einsätzen die Hilfe seines Maschinenparks zu. Als Dank lud er die Kameraden zu einem Umtrunk ein.

„Meine schönsten Erinnerungen an Bergsdorf werden immer mit der Feuerwehr verbunden sein“, sagte Hausherrin Hannelore Mühlenhaupt. Sie komme „vom Land“ und wisse, welche Bedeutung dort die Feuerwehr habe. Als Andenken an die Zeit in Bergsdorf überreichte Löschgruppenführer Frank Lange dem Ehrenmitglied der Löschgruppe ein Foto der Kameraden, das sie sich schon immer gewünscht hatte.(wg)

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