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Vereinsvorsitzender Marcel Assmann freut sich über steigenden Zulauf für Dokan Lichtenow / Bald Training auf neuer Matte

Kampfsport
Kampfkunst im alten Dorfkonsum

Perfekte Wurftechnik: Johanna Schnellhardt wird von Yannik Soldanski buchstäblich aufs Kreuz gelegt.
Perfekte Wurftechnik: Johanna Schnellhardt wird von Yannik Soldanski buchstäblich aufs Kreuz gelegt. © Foto: Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 08.02.2019, 05:00 Uhr
Lichtenow (MOZ) Früher war es der Dorfkonsum von Lichtenow. Heute ist hier ein kleiner Sportkomplex entstanden, der sich großer Beliebtheit erfreut und ständig steigende Mitgliederzahlen vermelden kann. Dokan Kampfkunst Lichtenow nennt sich der Verein.

Es ist schon eine besondere Vereinsgeschichte, die sich in Lichtenow abgespielt hat. Die Idee, aus dem Haus, aus den 1970er-Jahren, ein Mehrzweckgebäude hauptsächlich für den Sport einzurichten, ist inzwischen zur Realität geworden. „Seit Januar 2018 dürfen wir in unserem neuen Dojo trainieren und 2019 kann der Verein sein gesamtes Spektrum anbieten“, erklärt Marcel Assmann mit Stolz. Er ist der 1. Vorsitzende und so etwas wie der Ideengeber des gesamten Projekts. Inzwischen trainieren hier Sportler von zwei bis 80 Jahren.

„Wenn wir den zusätzlichen Namen Kampfkunst tragen, dann hat das auch seinen Sinn“, erklärt Assmann „Bei uns wird nicht der reine Kampfsport trainiert. Wir unterscheiden uns von ähnlichen Vereinen, denn wir wollen gar nicht bei Wettkämpfen antreten.“ Assmann will allerdings nicht nur trainieren in Lichtenow. „Wir haben uns darauf spezialisiert, unseren Sport und unser Können nach Möglichkeit auch einem breiten Pub-likum zu zeigen. Das heißt, wir treten als Showteil gern bei größeren Veranstaltungen auf. Das Kämpfen um Punkte oder Pokale überlassen wir gern anderen.“ Damit aber der sportliche Reiz auch hier gegeben bleibt, können die Sportler in regelmäßgen Abständen Gürtelprüfungen absolvieren. Diese nimmt Assmann selber ab. Der 46-Jährige hat dazu die Berechtigung und eine Lizenz. Assmann ist Meister in mehreren japanischen Kampfsportarten wie zum Beispiel Judo und Ju-Jutsu. Er ist Träger eines Schwarzen Gürtels.

Wie ein Training in der neuen Halle aussieht, demonstrieren Assmanns Tochter Johanna Schnellhardt und Trainingspartner Yannik Soldanski. Beide sind zwölf Jahre und lieben ihren Sport. Johanna, Träger eines Grünen Gürtels, sagt, dass sie mindestens zweimal in der Woche zum Training geht und sich auch gar nichts anderes als den Sport im weißen Kampfanzug vorstellen kann. „Klar, ist mein Vater sehr streng und selten mit den gezeigten Übungen richtig zufrieden. Aber ich mag es, mich hier zu verausgaben. Manchmal gibt es sogar auch von ihm ein kleines Lob“, sagt sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie ist Schülerin der 6. Klasse an der Grundschule in Hennickendorf. Neben Sport mag sie das Fach Kunst und die Naturwissenschaften.

Ihr Trainingspartner Yannik Soldanski kommt aus Rüdersdorf. Er ist ebenfalls Träger des Grünen Gürtels. Er freue sich jedes Mal, wenn das Üben von Wurftechniken auf dem Programm im Training stehe, sagt er. Alles geht sehr ruhig zu und immer wieder werden die Regeln, die dieser traditionelle Sport vorschreibt, zelebriert. Die Begrüßung und auch die Verabschiedung laufen nach strengen Vorgaben ab. Man ehrt und respektiert sich so gegenseitig.

Inzwischen gibt es verschiedene Gruppen, die hier trainieren. Dazu gehört auch eine, die sich mit Selbstverteidigung beschäftigt. „Die haben wir ausschließlich für Frauen eingerichtet“, sagt Assmann. Hier kann er seine langjährigen Erfahrungen als Personenschützer in praktischen Übungen vermitteln.

Auch außerhalb dieser Trainingseinheiten können die Räumlichkeiten genutzt werden. So können kleine Veranstaltungen, Familienfeste, Lesungen und Kitasport organisiert werden. Und Assmann kann mit Freude  vermelden, dass demnächst für den Sport eine neue Matte, sogar eine durchgängige, angeschafft werden kann. „Damit haben wir noch bessere Bedingungen.“

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