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Ortsbeiratssitzung
Friedhof wird neu gestaltet

Bereits fertig: Die Pfeiler des Haupteingangs wurden schon saniert und gestrichen. Die Eisentore wurden ebenfalls ausgebessert und mit einer neuen Schutzschicht überzogen.
Bereits fertig: Die Pfeiler des Haupteingangs wurden schon saniert und gestrichen. Die Eisentore wurden ebenfalls ausgebessert und mit einer neuen Schutzschicht überzogen. © Foto: MOZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 15.02.2019, 13:45 Uhr
Neulöwenberg (MOZ) Ein architektonisches Kleinod ist der Neulöwenberger Friedhof nicht. Vor allem ärgern sich viele Besucher, dass ein konkretes Ordnungsprinzip für die Grabstellen fehlt. Doch das soll sich ändern.

Einen ersten Schritt dazu hat die Gemeinde mit der Sanierung und Instandsetzung des Einfahrtsbereiches bereits erledigt. Die drei Torpfeiler wurden, soweit notwendig, ausgebessert, verputzt und mit neuer Farbe versehen. Sie werden allerdings so schlicht bleiben. Auf eine farbliche Gestaltung in Anlehnung an das frühere Erscheinungsbild wurde mit Blick auf die Kosten bewusst verzichtet. Die einzelnen Zaunteile wurden gesandstrahlt und wieder mit schwarzer Farbe versehen.

Zusätzlich soll auf dem Areal ein neues Gräberfeld für halbanonyme Bestattungen angelegt werden. Damit reagieren die Kommunalpolitiker einerseits auf die gestiegenen Bestattungskosten, vor allem aber auf den Umstand, dass es immer schwieriger wird, die Gräber zu pflegen. Denn oft ziehen die Kinder weg und können dann die Pflege der Grabstellen nicht mehr übernehmen, heißt es in der Begründung. Deshalb soll ein Gräberfeld für halbanonyme Unernbesattung zwischen der Trauerhalle und dem Grab von Anna Telm, dem ältesten noch vorhandenen Grab auf dem Friedhof, angelegt werden. Zurzeit befindet sich dort nur ein großer Wacholderbusch. Halbanonym, weil der Ort, an dem die Urne in die Erde versenkt wird, nicht gekennzeichnet wird. Dafür soll es eine Grabstele geben, an der auf Kupfertafeln mit dem Namen sowie Geburts- und Sterbedatum an die Toten erinnert wird. Dort können die Trauergäste und Hinterbliebenen dann auch Blumen ablegen. Als Begrenzung der Fläche schlugen die Beiratsmitglieder vier durch Ketten verbundene Eckpfeiler vor.

Noch geklärt werden soll, ob es nur das halbanonyme Urnenfeld geben wird. Von einigen Gästen der Ortsbeiratssitzung kam die Frage: „Was ist, wenn jemand nicht verbrannt werden will?“ Vorstellen können sich die Kommunalpolitiker, dass analog zur Unrenbegräbnisstätte mit Stele auch eine solche Fläche für Erdbestattungen ausgewiesen wird. Genügend Platz dafür ist vorhanden, zumal der hinter der Trauerhalle liegende Bereich in der Perspektive zu einer Grünfläche umgestaltet werden soll.

Hauptziel der Überlegungen sei, dem Neulöwenberger Friedhof ein einheitliches und vor allem ansprechendes Erscheinungsbild zu geben, fasste Ortsbeirats-Chefin Carola Minor die Diskussion zusammen. Während die Urnengrabanlage noch im Laufe dieses Jahres angelegt werden soll, gibt es eine Spanne von ein bis zwei Jahren für die Neugestaltung der Fläche hinter der Trauerhalle.(veb)

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