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Unbekannter lädt Mist an sechs verschiedenen Stellen in Altmädewitz ab

Illegale Entsorgung
Ärger um abgeladene Pferdeäpfel

Haufenweise Ärgernis: Pferdeäpfel am Wegesrand
Haufenweise Ärgernis: Pferdeäpfel am Wegesrand © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 22.02.2019, 06:45 Uhr
Altmädewitz (MOZ) Die Haufen sind beachtlich: Pferdemist in Größenordnungen lagert an verschiedenen Stellen rund um das Dorf. Das ärgert Ortsvorsteherin Helga Scholz, wie sie am Dienstag bei der Beratung der Seniorenbetreuer des Amtes Barnim-Oderbruch sagte. „Ich habe einen Verdacht, aber keinen Beweis“, so die Altmädewitzerin.

So lange der nicht erbracht werden könne oder es Zeugenaussagen gebe, werde es schwierig, sagte Barnim-Oderbruchs Revierpolizist Uwe Lehmpfuhl zu ihrem Anliegen. „Sonst sind wir schnell bei übler Nachrede oder Verleumdung.“ Deshalb sollten solche Sachen zur Anzeige gebracht werden, riet er Helga Scholz. „Dann wird es überprüft.“

Ein Teil der Haufen lagert allerdings am Feldrand. Diese Feldrandzwischenlagerung ist bis zu sechs Monate erlaubt. Das ergab die Nachfrage dieser Zeitung beim Landkreis Märkisch-Oderland in Seelow am Donnerstag. „Einschlägige Rechtsgrundlage ist die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen vom 18. April 2017. Bei bis zu sechs Monaten wird diese Lagerung dann als betriebsnotwendige Düngerlagerung eingestuft“, so der zuständige Amtsleiter Jan Paepke. „Eine längere Lagerung wäre danach dann aber ohne feste Unterlage und Auffangmöglichkeit der austretenden Flüssigkeiten nicht mehr möglich.“

Allerdings sprach Helga Scholz am Dienstag in Neulewin davon, das nicht nur Pferdemist in den Haufen sei, sondern auch verfaulte Decken, Metall und Glas. Dann, heißt es aus Seelow, wendet sich das Blatt. „Wenn nun tatsächlich viele Fremdstoffe im Mist anzutreffen wären, müsste das ganze unter Umständen als illegale Abfallentsorgung eingestuft werden“, so Paepke weiter. In diesem Fall würde die untere Abfallwirtschaftsbehörde des Landkreises den Sachverhalt prüfen, den Verursacher suchen und bei Erfolg zur Rechenschaft ziehen.

„Ist dieser aber nicht ermittelbar, ist auf nicht frei zugänglichen Grundstücken der Eigentümer zur Beseitigung heranzuziehen oder auf frei zugänglichen Grundstücken grundsätzlich – mit einigen Ausnahmen – der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland. Das ginge dann letztlich zu Lasten aller Gebührenzahler.“

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