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Entschlammung der Teiche im Lenné-Park gestartet / Uferbäume werden mit Biberschutz versehen

Parksanierung
Criewener Kleinod wird saniert

Michael Dietrich / 28.02.2019, 21:15 Uhr
Criewen (MOZ) Der Landesbetrieb für Bauen und Liegenschaften Brandenburg hat mit der Entschlammung der Teiche im Lenné-Park begonnen. 2017 hatte das Land versprochen, den Park innerhalb von drei Jahren umfangreich zu sanieren. Zu sehen ist bisher wenig.

Ein Bagger der Firma Ingenieur  Wasser- und Tiefbau Frankfurt (Oder) hebt seit dieser Woche den Schlamm aus einem der beiden Teichhälften aus und bugsiert ihn über die Bogenbrücke auf die andere Teichseite.  Das idyllische Plätzchen, das von Brautpaaren all zu gern als Kulisse für die Hochzeitsfotos genutzt wird, ist für Besucher abgesperrt. Den ganzen März über sollen die Arbeiten am Teich andauern.

Die Sanierung der Teichanlage ist Bestandteil umfangreicher Sanierungs- und Pflegemaßnahmen im Park, für den seit 2013 der Landesbetrieb zuständig ist. Nach öffentlicher Empörung in der Bevölkerung über den schlechten Zustand der Parkanlage und Nutzungsverbote für Gemeinde, Chor und Nationalpark sah sich der Betrieb genötigt, die Wogen der Aufregung zu glätten und über seine Pläne öffentlich zu informieren. In der Sporthalle des Ortsteils stellten Vertreter 70 interessierten Bürgern das Sanierungskonzept vor.

Im Kern sollen die Parkwege wiederhergestellt, die Vernässung beseitigt, störender Bewuchs entfernt, geschädigte Bäume gerettet oder ersetzt und der Teich saniert werden.  Die Sanierung startete 2016 und sollte drei Jahre dauern. Anfang 2019 ist bislang nur ein Teil der Wege saniert und mit ersten neuen Bänken versehen. Offene Entwässerungsgräben durchziehen nach wie vor den Park. Eine Anfang 2017 umgestürzte Platane liegt noch immer auf der Wiese herum, obwohl sie längst weggeräumt sein sollte. Die Bäume der Kastanienallee zum benachbarten Parkgarten wurden zwar beschnitten, der Weg durch die Allee ist aber weiterhin abgesperrt.

Mit den Baggerarbeiten am Teich und parallel stattfindenden Baumfäll- und Pflegemaßnahmen unter der Regie des  Landesbetriebes starteten die Arbeiten nun ins vierte Jahr. Die Entschlammung der Teiche ist die zweite Stufe der wasserbaulichen Ertüchtigung.

Diese Maßnahmen werden nach Auskunft des Landesbetriebes, der insgesamt 130 000 Euro für die anstehenden Arbeiten investieren will, voraussichtlich bis Ende März andauern. Die Wegsanierungen, das Aufstellen von Parkbänken und Papierkörben und die Sanierung der Bäume der Kastanienallee sollen laut Landesbetrieb in diesem Jahr fortgesetzt werden. Ebenso ist geplant, Drainageleitungungen in die Entwässerungsgräben auf den Wiesen zu verlegen und diese dann wieder zu schließen.

Für die Entsorgung des Schlamms wird ein Teil des Parks ab der kommenden Woche zu einem Trocknungsbecken umfunktioniert. Der Schlamm soll auf diese Fläche gebaggert werden, damit er vor Ort entwässern kann. Anschließend sollen die festen Bestandteile beprobt und entsprechend ihrer Schadstoffbelastung entsorgt werden.

Da an den Teichen im Park nicht nur der Mensch Gefallen gefunden hat, sondern auch ein Biber, sind Mitarbeiter der Baufirma auch dabei, die Bäume am Ufer der Teiche mit Maschendraht zu umwickeln. Diese Schutzmaßnahme soll verhindern, dass sich Biber mit ihren scharfen Zähnen an den seltenen Parkbäumen wie Sumpfzypresse, Eiben oder Schwarzkiefer zu schaffen machen.

Wann der Park fertig saniert ist, darauf wollte sich der Betrieb nicht festlegen lassen.

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