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25 Mädchen und Jungen wetteifern an der Grundschule Casekow um die Teilnahme am Kreisausscheid der Rezitatoren

Wettbewerb
Von Frühling, Freundschaft und Familie

Kerstin Unger / 02.03.2019, 09:15 Uhr
Casekow (MOZ) Zwei Jungen und drei Mädchen der vierten und sechsten Klasse werden die Grundschule Casekow beim Kreisrezitatorenausscheid vertreten. Am Mittwoch wurden sie als die Besten ihrer Schule gekürt.

Die Casekower Schüler können nicht nur gut singen, wie sie schon auf vielen Veranstaltungen bewiesen haben. Sie sind auch prima Rezitatoren. Gerade wurden die besten von ihnen beim Schulausscheid ermittelt. Von der Qualität ihrer Gedichtvorträge konnten sich alle Schüler und Lehrer überzeugen. Auch einige Eltern und Großeltern waren gekommen, um ihren Sprösslingen die Daumen zu drücken.

Bereits im Vorfeld hatten die Klassen eins bis sechs ihre Spitzen-Rezitatoren ausgewählt. Je drei Vertreter aller Klassen, aus der schülerstarken ersten Klasse sogar vier, stellten sich  mit ihren Gedichten am Mittwoch in der Schulturnhalle vor. Die Aula, sonst im jährlich Austragungsort des Schulausscheids, stand wegen einer Havarie und länger andauernden Bauarbeiten nicht zur Verfügung. In der Turnhalle war die Akustik zwar nicht die beste, aber das Publikum zeigte sich von seiner besten Seite und applaudierte fair jedem einzelnen Teilnehmer, der sich mutig vor die Menge traute.

Eine Jury, bestehend aus der Schulleiterin Heike Michalak, der Leiterin der Fachkonferenz Deutsch Kornelia Beling, der Lehrerin Anne-Katrin Buchholz und der Sonderpädagogin Birgit Schulz, vergaben auf ihren Wertungszetteln Punkte für Textsicherheit, lautreines Sprechen, Betonung, Lautstärke, Mimik und Tempo.

Die Gedichte hatten sich die Kinder selbst oder gemeinsam mit ihren Fachlehrern ausgesucht. Die Themen waren sehr abwechslungsreich. Es ging um den Frühling, um Freundschaft oder das Zusammenleben in der Familie. Das eine war lustig, das andere nachdenklich. Das Repertoire bot aber auch manch Lehrreiches wie Emma-Marie Jahns Gedicht „Das Telefon“ über den Erfinder Bell und die Entwicklung des Telefons von der Wählscheibe bis zum Smartphone. In „Meine Freunde“, dargeboten von Wicky Wilk, ging es um die heutige Facebook-Manie bei der oft lebendige Freundschaften auf der Strecke bleiben. Sechstklässler trauten sich schon an Balladen heran. Besonderer Beliebtheit scheint sich bei den Kindern Erich Kästner zu erfreuen. Von ihm waren gleich mehrere Stücke im Angebot.

Während die Mädchen und Jungen auf dem Schulhof frische Luft schnappten, tagte drinnen die Jury. Die Auswahl der fünf Besten war zwar nicht einfach, am Ende aber dennoch recht eindeutig, wie Schulleiterin Heike Michalak  bekannt gab. „Die Jury war sich relativ einig“, sagte sie und bedankte sich für die schöne Auswahl und den Mut, sich vor so vielen Zuhörern hinzustellen. „Einige waren ganz schön aufgeregt. Ihr habt es aber alle toll gemacht“, meinte sie. Deshalb gab es auch für jeden Teilnehmer eine Urkunde. Die höchste Punktzahl erreichten Emma Schablack aus der Klasse 4a, Finn Michalak aus der 4b sowie Matti Puckelwaldt, Wicky Wilk und Maike Puckelwaldt aus der Klasse 6. Sie erhielten neben der Urkunde und einem Buch auch die Delegierung zum Kreiswettbewerb. Der findet am 16. März um 9 Uhr an der Angermünder Grundschule „Gustav Bruhn“ statt.

Da messen sich die fünf Casekower dann mit Mädchen und Jungen aus anderen Grundschulen der Uckermark. „Wir sind gespannt, wie sie sich schlagen“, sagte die Kornelia Beling, die den Schulausscheid organisierte. „Bisher haben unsere Schüler immer ganz gut abgeschnitten und viele erste bis dritte Plätze geholt.“

Nach Angermünde werden die Casekower Schüler dann von ihren Eltern begleitet, die sicherlich stolz sind auf ihre Schulsieger. Hier und dort war bei Teilnehmern, die nicht unter den ersten Fünf waren, auch Enttäuschung zu spüren. Es kullerte auch die eine oder andere Träne. Im nächsten Jahr haben alle eine neue Chance. Bis auf die Sechstklässler. Aber die sind ja alle drei am 16. März in Angermünde dabei.

Die Grundschule Casekow hatte sich unlängst auch am bundesweiten Vorlesewettbewerb beteiligt. Die nächste literarische Veranstaltung ist für den Frühling geplant. Am ersten Schultag nach den Osterferien findet anlässlich des Welttages des Buches eine Autorenlesung statt, verriet Kornelia Beling.

Das waren die am besten rezitierten Gedichte: „In der Nacht“, Emma Schablack; „Ballade vom schweren Leben“, Finn Michalak; „Meine Freunde“, Wicky Wilk; „Der Zauberlehrling“, Matti Puckelwaldt; „Die traurige Geschichte mit dem Feuerzeug“, Maike Puckelwaldt

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