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Böschungen werden an neuralgischen Punkten mit Gittern gesichert / Den Kommunen fehlt dafür das Geld

Drahtmatten
Kreis schützt seine Straßen vor Biberbauten

Vorbereitung auf den Matteneinbau: Die Firma IWT Frankfurt ist bei Neubarnim im Einsatz.
Vorbereitung auf den Matteneinbau: Die Firma IWT Frankfurt ist bei Neubarnim im Einsatz. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 06.03.2019, 20:07 Uhr
Neubarnim (MOZ) Der Landkreis lässt an seiner Straße zwischen Neubarnim und Sietzinger Kreuzung Gittermatten zum Schutz vor Biberröhren einbauen. Die Firma IWT Frankfurt, die bereits  an mehreren Baustellen im Oderbruch tätig ist, führt die Arbeiten aus. Die Sicherung erfolge lediglich an neuralgischen Stellen, wie bei Neubarnim, wo der Graben direkt neben dem Straßendamm verläuft. Oder wo bereits Biberschäden aufgetreten sind, informiert Sven Pepke, Leiter des Landwirtschaftsamtes des Kreises. Eine flächendeckende Biberbauprävention wäre viel zu teuer.

Kommunen können sich einen solchen vorbeugenden Schutz gar nicht leisten, macht Golzows Bauamtsleiter Axel Kraetzer an den aktuellen Beispielen von Biberschäden in den Gemeinden deutlich. Die Gemeinden als Straßenbaulastträger müssen wie der Kreis für Kosten aufkommen, die durch Biberschäden an der Infrastruktur entstehen, da die Gemeinden nach dem Finanzierungsgesetz ihre Mittelzuweisung lediglich pro Einwohner bekommen und nicht nach ihrer Flächengröße oder der Länge ihrer Straßen. Somit  reicht das Geld nicht für ausreichende Straßenreparaturen, geschweige denn für den Verbau von Bibergittermatten.

Aktuell gibt es Biberbauschäden in der Straße Ausbau-West und in der Straße zwischen Dammweg und Bahnhofstraße. Ein Biberbau in der Straße zwischen Alt Tucheband und Hackenow sei bereits wieder verbaut worden, so Kraetzer. Jede Maßnahme für sich falle unter die vom Land festgesetzte Bagatellgrenze von 20 000 Euro für die Schadensbegleichung durch das Land. "Wir werden versuchen, mehrere Fälle zusammenzufassen", so der Bauamtsleiter. Er legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei den Landesmitteln nicht um Fördergelder handle, sondern um Mittel zur Daseinsfürsorge.(ulg)

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