Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Booßens Kinder- und Jugendklub ist umgezogen / Kommende Woche wird er eröffnet / Dank an viele Helfer

Geschafft!
Freizeittreff im neuen Domizil

Einräumen im neuen Booßener Jugendklub: Ilona Weiche, Kiki Rellier (10), Lena Koschitzke (10), Jugendkoordinatorin Ina Koschitzke, Marc Kobert (8) und Lia Leppert (12, v.l.) sortieren im Kreativraum Bastelmaterial.
Einräumen im neuen Booßener Jugendklub: Ilona Weiche, Kiki Rellier (10), Lena Koschitzke (10), Jugendkoordinatorin Ina Koschitzke, Marc Kobert (8) und Lia Leppert (12, v.l.) sortieren im Kreativraum Bastelmaterial. © Foto: Gerrit Freitag
Ines Weber-Rath / 07.03.2019, 06:45 Uhr
Booßen (MOZ) Im einstigen Blumenladen an der Berliner Straße wachsen jetzt andere Pflänzchen heran: Kinder und Jugendliche aus dem Ortsteil richten sich dort mit vielen Helfern ihren neuen Freizeittreff her. In der kommenden Woche wird er eröffnet.

Kiki und Lara (beide 10) räumen Gesellschaftsspiele aus Umzugskartons in eine Kommode und ein großes, offenes Regal. Lena, Alina und Marc sortieren mit Ilona Weiche Bastelmaterial in Plastikboxen. Ilona Weiche ist die ehrenamtliche Betreuerin des Offenen Kinder- und Jugendfreizeittreffs Booßen – und von Anfang an dabei. Das jetzige Quartier ist nach dem Schloss und dem Anbau der Grundschule der dritte Sitz des Klubs.

Schule und Hort brauchen mehr Platz, weil es mehr Schüler gibt, erklärt Ina Koschitzke den Umzug. Die Booßenerin ist die Jugendkoordinatorin der Stadt für Markendorf, Lichtenberg, Booßen und Lossow. "Ohne die Unterstützung unseres Trägers, des Ortsverein Booßen, wären der Umzug und der zuvor nötige Ausbau der ehemaligen Geschäftsräume nicht möglich gewesen", betont Ina Koschitzke. Das Land hat die Neugestaltung des Klubs aus dem Programm "Jugendträume im ländlichen Raum" gefördert.

Seit dem Herbst hatten Booßener Firmen und ein Maurerbetrieb aus Lichtenberg die Räume, die drei Jahre lang leer standen, zum Teil ehrenamtlich renoviert und ausgebaut. Der Ausbau war im hinteren der vier Durchgangsräume nötig. "Das war früher ein Stall, zu dem es runter ging", beschreibt die Jugendkoordinatorin. Der Fußboden musste aufgefüllt, Wände mussten verputzt werden. Die kleine Klubküche wurde gefliest, alle Räume sind renoviert.

"Wir haben hier leider weniger Platz als an der Schule", bedauert Koschitzke. Die Holzwerkstatt und der Kickertisch konnten deshalb nicht mit umziehen. Dafür die Nähwerkstatt, in der Eva Wegner mit den Mädchen und auch Jungen schneidert. Die meisten der Stoffreste, mit denen in der Werkstatt gearbeitet wird, hat der Klub vom Seelower Online-Händler GiljoStoffe geschenkt bekommen. "Das ist eine große Hilfe für uns", sagt die 68-jährige Booßenerin dankbar.

Den Umzug haben Hausmeister der AWO, des Fröbel-Hortes und der Booßener Schule gemanagt, sagt Ina Koschitzke dankbar. Sie verbindet mit der Lage des neuen Freizeittreffs die Hoffnung, vor allem ältere Schüler aus dem Ortsteil, die ein Gymnasium oder eine Oberschule in der Stadt besuchen, als Nutzer zurück zu gewinnen. Die meisten der täglich 10 bis 15 Besucher sind bislang Grundschüler ab Klasse 5. "Die Bushaltestelle ist fast vor der Klubtür", begründet die bei der AWO angestellte Klubchefin.

Neben der Computerecke ist die neue Chill-Lounge mit Fernseher und Spielekonsole eingerichtet, die sich die Klubnutzer so gewünscht hätten, wie Ina Koschitzke sagt. "So kriegen wir die Kinder erstmal her", sagt sie auf skeptische Nachfragen. Das sei Voraussetzung, Heranwachsende für andere sinnvolle Freizeitbeschäftigungen zu begeistern. Im Auge hat die Klubchefin dafür auch den kleinen Innenhof, der für Sport und Spiel, aber auch kleine Grillpartys nutzbar gemacht werden soll. "In der kommenden Woche wollen wir den Freizeittreff regulär öffnen", sagt Ina Koschitzke, als Ortsvorsteher Eberhard Vetter mit dem von der Schule demontierten Klubschild in der Hand herein kommt. Dann ist wieder Dienstag und Donnerstag ab 13.30 Uhr geöffnet. Die Kinder würden sich eine tägliche Kluböffnung wünschen. "Aber dazu bedürfte es eines größeren Fonds für die Auswandsentschädigung der ehrenamtlichen Betreuer", erklärt Ina Koschitzke. Sie kandidiert für den Booßener Ortsbeirat und würde sich nach der Wahl dafür einsetzen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG