Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Unwetterschäden
Sturm hat Schneise der Zerstörung hinterlassen

Erleichtert: Volker Tabbert blickt über sein Grundstück, das durch den Sturm am Montag arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Blechdach der Scheune im Hintergrund wurde samt Solarplatten abgerissen und wehte durch seinen Garten gegen das Haus. Tabbert ist froh, dass niemand daheim war.
Erleichtert: Volker Tabbert blickt über sein Grundstück, das durch den Sturm am Montag arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das Blechdach der Scheune im Hintergrund wurde samt Solarplatten abgerissen und wehte durch seinen Garten gegen das Haus. Tabbert ist froh, dass niemand daheim war. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 07.03.2019, 18:54 Uhr
Keller (MOZ) Der Sturm am Montag wütete in Keller besonders stark. Der Betroffene Volker Tabatt ist froh, dass niemand verletzt oder getötet wurde.

Dass bei dem Sturm am Montag niemand zu Schaden gekommen ist, kann Tabatt auch Tage später kaum glauben. Auf seinem Grundstück und der angrenzenden Straße hinterließ der Wind eine Schneise der Zerstörung. Mehrere 18 Kilo schwere Solarpaneele und das Blechdach einer Scheune wurden durch seinen Garten, über das Hausdach auf die Straße geweht.

"Als ich hier ankam, hätte ich heulen können", sagt Tabatt. Mehrere Solarplatten lagen auf der Straße vor seinem Haus. Das schätzungsweise 200 Quadratmeter große Blechdach einer Scheune, die etwa 50 Meter hinter seinem Haus steht, lehnte an der Rückseite des Gebäudes. Im Garten lagen weitere Paneele. Die Solarzellen seien erst vor 14 Tagen auf der Scheune angebracht worden, sagt Tabatt. Die tiefen Einschnitte im Rasen, Dellen in der Hauswand, und Löcher im  Holzdach des Carports zeigen, welchen Weg die Platten genommen haben und welche Wucht der Sturm entfaltet haben muss. "Das ist Horror, was hier passiert ist. Das sah aus wie in einem Kriegsgebiet." Inzwischen sind die meisten Schäden behoben. Doch die Spuren sind noch sichtbar. Tabatts Schwiegervater Horst Gutschmidt, der im Nebengebäude wohnt, steht im Garten und zeigt einen Einschnitt: "Die Platte hat hier 40 Zentimeter Tief in der Erde gesteckt." Seine geliebte Magnolie wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen, wie der Sandkasten für die Enkelkinder.

Auch auf dem Nachbargrundstück sind Schäden zu sehen. Teile des Dachs sind beschädigt. Einzelne Pfähle eines massiven Zauns wurden von einer angewehten Platte verbogen. Die Hausbesitzerin Monika Dassek fand eine Solarplatte im Baum vor ihrem Haus. "Ich habe die Feuerwehr gerufen, damit die niemandem auf den Kopf fällt." Volker Tabatt ist sicher, dass die herumfliegenden Photovoltaik-Teile jemanden hätten töten können. Deshalb ist er auch froh, dass seine Schwiegereltern zum Zeitpunkt des Sturms nicht zu Hause waren.

Wer Kosten für die Sachschäden trägt klären nun die Versicherungen der Beteiligten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG