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Dorfplatz
Der Treffpunkt in Bützers Mitte

Sandra Thiele und Björn Eichhorn am barrierefreien Begegnungsort in der Dorfmitte Bützers.
Sandra Thiele und Björn Eichhorn am barrierefreien Begegnungsort in der Dorfmitte Bützers. © Foto: Manuela Bohm
Manuela Bohm / 18.03.2019, 17:58 Uhr
Bützer (MOZ) Noch wirkt die neue Mitte in Bützer etwas trist, trotz neu gepflanzter Eschen, Rosen und Lavendel-Pflanzen. Wenn es hier grüner wird, dürfte die Dorfmittel einladender wirken. Allerdings gab es dort wohl schon immer einen Platz, an dem die Bewohner zusammenkommen konnten.

"Früher machte die Durchfahrtsstraße einen stärkeren Schlenker durch die Alte Dorfstraße", weiß Ortsvorsteherin Sandra Thiele. Nachdem in den 1980er Jahren für die Durchfahrt eines Schwerlasttransports die Verkehrsführung geändert werden musste, wurde diese beibehalten. Im Bereich von der Kreuzung der Durchfahrtsstraße mit der Havelstraße bis zur Kreuzung der Landesstraße mit der Alten Dorfstraße waren bis in die 1980er Jahre noch Gärten angelegt. Heute rollt auf diesem Abschnitt der L96 der Verkehr durch Bützer.

"Nachdem die Alte Hauptstraße saniert und eine provisorische Anbindung an den Ziegeleiweg angelegt wurde, war die Kreuzung mit der L96 sehr unübersichtlich", so Thiele. Hier münden mehrere Anwohnerstraßen an die L96. Die Bützeraner wünschten sich eine Verlegung der Einmündung des Ziegeleiwegs. Aus diesem Grund ist der zentrale Bereich umgestaltet worden.

"Um den Ziegeleiweg neu anzubinden, musste ein altes Haus abgerissen werden - die dazugehörige Garage haben wir als Lagermöglichkeit erhalten", erklärt der stellvertretende Ortsvorsteher, Björn Eichhorn. Zudem sind Parkplätze entstanden. "Darauf können wir bei unseren Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt ein Festzelt aufstellen. Der Weihnachtsbaum kann dann den zentralen Platz schmücken", ergänzt Thiele. Auch können dort sogenannte "fliegende Händler" halten.

Im Bereich, wo der Ziegeleiweg mit der Alten Hauptstraße provisorisch verbunden war,  ist ein kleines Rondell mit Bänken entstanden. In der Mitte dessen wird noch eine Skulptur aufgestellt - eine Klinkersäule, die das Wappen des Dorfs trägt. Die Säule soll auf die Ziegeleigeschichte Bützers hinweisen.

"Die Beuth-Hochschule für Technik Berlin führte vor einiger Zeit in der Gemeinde Milower Land eine innovative Untersuchung zur Auswirkung des demographischen Wandels durch", informiert Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, zu der Bützer als Ortsteil gehört. Im Ergebnis dieses Modellprojekts zur Senkung der Pflegeprävalenz im ländlichen Raum sei unter anderem festgestellt worden, dass die Senioren sich auch mehr Rast- und Ruhemöglichkeiten im öffentlichen Raum und kommunikative Treffpunkte wünschen. Mit der Umgestaltung der Dorfmitte sei dem nun in Bützer Rechnung getragen.

Die Umgestaltung hat 165.000 Euro gekostet. Das seit 2016 konkret geplante Vorhaben wurde mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.

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