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Narren und Feuerwehr feiern gemeinsam

Karneval
Kehrigker Zamperer beenden Fastnachtszeit

Zampern in Kehrigk: Die Narren des Storkower Ortsteils sorgen traditionell für den Saisonabschluss. Sie begeistern auch immer mehr Zugezogene, vor allem aus Berlin, von ihrer Tradition.
Zampern in Kehrigk: Die Narren des Storkower Ortsteils sorgen traditionell für den Saisonabschluss. Sie begeistern auch immer mehr Zugezogene, vor allem aus Berlin, von ihrer Tradition. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 25.03.2019, 06:15 Uhr
Kehrigk "Der Letzte macht das Licht aus", meint Isabell Thiele an der Spitze einer um die sechzig Leute großen Zamperschar, darunter zur Vorbereitung des Generationswechsels rund zwanzig Kinder. Mit den Kehrigkern wird in jedem Jahr die Faschingssaison in Storkows Ortsteilen abgeschlossen. Ihre Kalkulation ist auch in diesem Jahr aufgegangen: Das Wetter konnte nicht besser sein. So tanzten am Sonnabend die Elefanten, Panther, der Arzt, der Obelisk und die kleinen Hexen, Zauberer und Feen die zehn Kilometer Straßen von Haus zu Haus.

Eine große Runde nimmt dabei der Wohnpark in Anspruch. Hier siedeln die Neu-Kehrigker, von denen ein Großteil aus Berlin hergezogen ist. Viele kannten vorher noch nicht einmal das Wort Zampern. "Wir wollen den Neuzuzug animieren, unserer Tradition zu folgen", erzählte Isabell Thiele, und einige seien schon mit dabei. Gerda Berg ist jedes Jahr unter den Narren. Sie war mit Sohn Patrik und den Enkeln Emely und Jon gekommen und wohnt seit 1997 in Kehrigk. Vorher hatte sie in Storkow gelebt, wo nicht gezampert wird. "Ich kenne das Zampern aber aus Görsdorf, wo ich aufgewachsen bin. Es macht Spaß, von Hof zu Hof durch den Frühling zu ziehen", sagt sie.

In diesem Jahr wurde das Faschingsfest, das im Feuerwehrgerätehaus mit Tanz weiterging, erstmals von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. Dem Organisationsteam, bestehend aus Isabell Thiele, Christian Lehmann und Oliver Schmidt standen immer fünf bis zehn Kameraden hilfreich zur Seite. Sie waren es, die den Raum mit Girlanden und Luftballons ausschmückten. Die Musik lieferte Steve Mietzefeld von der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt Storkow. Mit ihm kamen noch etwa fünfzehn Storkower Floriansjünger. "Wir besuchen die Feste der Storkower und sie unsere", erklärte Christian Lehmann. "Weil wir eben eine große Feuerwehr sind", war ihm wichtig anzumerken. Besonders intensiviert habe sich der freundschaftliche Kontakt seit zwei Jahren.

Am Sonnabend war noch nicht Schluss mit Feiern, denn am Sonntag wurden am Feuerwehrhaus die reichen Spenden der Kehrigker verspeist: Eier, Speck und Zwiebeln für den Eierkuchenball.

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