Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Baulust
"Wir haben wahrlich viel zu tun!"

So sehen Architekten und Gemeindeverwaltung die Zukunft des Schulcampus’ Lehnin.
So sehen Architekten und Gemeindeverwaltung die Zukunft des Schulcampus’ Lehnin. © Foto: Architekten Hallier
Th. Messerschmidt / 31.03.2019, 06:45 Uhr
Kloster Lehnin (MOZ) "Wir haben wahrlich viel zu tun", fasst Bürgermeister Uwe Brückner das Baugeschehen in der Gemeinde zusammen und startet die erbauliche, verbale Rundreise in– und somit bei einem der teuersten Vorhaben in Kloster Lehnin. Der ewig leerstehende Renaissancebau am Schloss wird zum multifunktionalen Zentrum mit Übernachtungsmöglichkeit ausgebaut, was aufwendiger ist als gedacht. Wegen archäologischer Befunde und Umplanungen startete die Umsetzung später – und wird teurer. Statt 2,5 nun voraussichtlich 3,2 Mio. Euro. Immerhin: "Das Ziel kommt näher. Wir sind beim Altbau beim Innenausbau, für den Neubau ist das Fundament gelegt und die Bodenplatte ausgeschrieben. Zum Jahresende wollen wir das Gesamtprojekt geschafft haben. Café und Jugendräume können wohl eher in Betrieb genommen werden, sodass mit ersten Veranstaltungen im Sommer zu rechnen ist", schildert Brückner. Die Inneneinrichtung hat sich die Stiftung "Der Kinderfreund" (Museums-Betreiber) auf die Fahnen geschrieben. "Wir sind alle zuversichtlich, dass wir‘s 2019 schaffen!"

Auchsoll im laufenden Jahr vorankommen. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte den Feuerwehrleuten im Dezember 2018 den Förderscheck in Höhe von 72.000 Euro persönlich vorbeigebracht. Rund das Doppelte wird die Erweiterung des Gerätehauses kosten. "Der Bauantrag ist gestellt, wir warten auf die Baugenehmigung", berichtet Bauamtsleiterin Angela Böttge und hat zugleich den Zauche-Radweg zwischen Rietz und Brandenburg im Blick. In zwei Bauabschnitten soll er 2019/20 realisiert werden, als Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Gemeinde. Böttge: "Die Planung machen wir gemeinsam und sind bereits bei der ersten Ausschreibung für den 1. BA, den die Stadt vollbringen wird."

Zeitnah ist auch der nächste Baustein für die Kitavorgesehen: Dank Zuwendung aus dem Kreisentwicklungsbudget kann nach der Erneuerung der sanitären Anlagen und des Brandschutzes im Vorjahr nun die Trockenlegung und Wärmedämmung folgen.

Inwerden die beiden Bushaltestellen an der B102 erneuert, als Ergänzung des Park+Ride-Parkplatzes, der laut Böttge "super angenommen wird." Der Bauauftrag dafür sei raus.

Insoll dieses Jahr die Brücke über den Emsterkanal fertiggestellt werden, wie auch inder Kita-Anbau. Zwar musste der Rohbau erneut ausgeschrieben werden, weil im ersten Anlauf die Angebote den Kostenansatz  um bis zu 100 Prozent überschritten, "doch jetzt sind wir auf dem richtigen Weg, sodass die Kita zum Schuljahresbeginn komplett sein wird", ist Uwe Brückner zuversichtlich. Nicht seine einzige Kita-Baustelle: Ingeht‘s sogar ausschließlich mit Eigenmitteln zu Werke: Die Hochterrasse ist abgerissen, die Sanierung in vollem Gange. Das Mauerwerk wird trockengelegt, eine neue Heizung installiert, die Terrasse ebenerdig gebaut und die Türen werden ausgetauscht. 300.000 Euro lässt sich‘s die Gemeinde kosten.

Inwird indes privates Geld investiert – und zwar in den "Wohnpark Havelland". In den 1990er Jahren viel größer erdacht als ausgeführt, werden zu den 66 bebauten Grundstücken beizeiten weitere 83 Parzellen ertüchtigt. Die Erschließung erfolge Zug um Zug, "erste Baugenehmigung sind erteilt", weiß Angela Böttge, die ihre größte Baustelle über Jahre vor der Tür haben wird: den Schulcampus Weil der Ort weit und breit mit dem einzigen Schulstandort aufwarten kann, dem Schüler von der ersten bis zur 13. Klasse treu bleiben können, muss baulich einiges geschehen. Die Schule ist aufwachsend fünfzügig, weswegen sich bei Erreichen des ersten Abiturjahrgangs 2023 die Schülerzahl auf 1.100 summiert haben wird. Also muss Platz her und wird mit An- und Neubauten geschaffen. Zunächst ist der "Typ Erfurt" genannte Baukörper aus den 1970er Jahren an der Reihe und soll einen drei Meter tiefen Vorbau bekommen, um Klassenräume bis 70 qm Größe zu schaffen. "Wir warten auf die Baugenehmigung", schildert Böttge, indes für Baufreiheit schon gesorgt ist: die 16 betroffenen Räume sind leergezogen, die Klassen vorübergehend in den Urspungsort des Schulstandorts umgezogen, in die U(h)rschule aus dem Jahr 1914/15. Dahinter tut sich bis 2023 noch einiges: Mittels zweitem und drittem Bauabschnitt soll für einen Verbindungsbau zwischen Grund- und Oberschule gesorgt werden. Gegenwärtig wird das Dach der Sporthalle für 335.000 Euro komplett erneuert.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG