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Big Band
Dirigent bittet sogar zum Tanz

MOZ / 01.04.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 01.04.2019, 10:07
Kruge (MOZ) Bis auf den letzten Platz war am Sonnabend der Saal im Kulturhaus Kruge gefüllt. Vor allem Einheimische hatten sich dort zum zweiten Benefizkonzert des Jahres verabredet. Zu Gast war diesmal die Big Band des Bundespolizeiorchesters Berlin.

"Klasse" – so lautete am Sonnabend nicht nur das Fazit von Jan Münch, der als Vertreter der EWE Netz GmbH in das Kulturhaus nach Kruge gekommen war. Neben der Big Band zeigte er sich von Sängerin Lili Sommerfeld begeistert. "Eine sehr schöne Kombination", fand er. Und diejenigen, die bereits bei den vorhergehenden Benefizkonzerten mit dem Bundespolizeiorchester beziehungsweise seiner Big Band dabei waren, bezeichneten diesen Auftritt als bisher besten.

Dass ein Wiedersehen nicht ausgeschlossen ist, machte auch Jan Diller deutlich, der als Dirigent auf der Bühne selbst sichtlich Spaß hatte und das Publikum zum Mitschnipsen und -klatschen aufforderte, sofern es darauf vorbereitet werden sollte oder vor lauter Versonnenheit mal nicht von selbst darauf gekommen war. Drei Paare des seit 2013 bestehenden Tanzvereins Kruge-Gersdorf erfüllten ihm sogar den Wunsch, bei "Sway" nach dem Original von den Pussy Cat Dolls zum Cha-Cha-Cha aufs Parkett zu kommen.

"Das war nicht abgesprochen", meinte später Amtsdirektor Holger Horneffer, der mit seiner Frau Siegrun bei diesem ursprünglich kubanischen Gesellschaftstanz im Viervierteltakt zu überzeugen wusste. Seine Begrüßung war diesmal übrigens kurz ausgefallen. "Wir wollen ja die Musik hören", erklärte er und fügte auf Nachfrage hinzu, dass in der Amtsverwaltung zurzeit der Bauantrag für die Umsetzung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen im Kulturhaus vorbereitet wird. Die Genehmigung sei dann Voraussetzung zur Beantragung von Fördermitteln.

Falkenbergs Bürgermeister Christian Ziche zeigte sich zuversichtlich, dass mit den Arbeiten im nächsten Jahr begonnen werden kann und kündigte schon mal das nächste Benefizkonzert am 29. Mai mit der Bad Freienwalder Rockband Wanka an. "Den Eigenanteil für die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes haben wir zusammen", sagte Ziche. Aber damit sei es nicht getan, verwies er zum Beispiel auf die ebenfalls notwendige Sanierung der Toiletten. Helfer um Pächterin Siggrid Reuß waren da gerade bemüht, einen Defekt zu beheben.

Mitarbeiterin Isabell Herter berichtete unterdessen, dass viele Ortsansässige bereits zum Kaffeetrinken gekommen waren und damit auch den Aufbau der Band verfolgt hatten. "Von den acht Torten und auch Windbeuteln, alles selbst gemacht, ist nicht mehr viel übrig", freute sie sich. Ein Teil der Gäste würde wie immer auch zum Abendessen bleiben. "Sie nehmen das Rundum-sorglos-Paket hier gern an."

Um einen neuen Termin mit der Big Band wird sich wieder Karin Fritsche, unter anderem Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur in Falkenberg, kümmern. Nur einmal sei man in den vergangenen Jahren zu spät dran gewesen, hieß es. Nicht mehr dabei sein werde dann allerdings Rainer Quandt, bedauerte Jan Diller. Der Trompeter geht demnächst in den Ruhestand. Wohl nicht nur deshalb hatte Diller zuvor bereits erläutert, wie junge Musiker es ins Bundespolizeiorchester schaffen können, und Rudi Hermann hervorgehoben. Der Posaunist, der aus der Schweiz stammt, erlebte am Sonnabend ebenfalls seine Premiere in Kruge.

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