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Turnier
Schaulaufen edler Rösser in Linde

Volkmar Ernst / 07.04.2019, 20:22 Uhr
Linde (MOZ) Wer hätte das gedacht? Reiter lieben Kuchen und Schmalzstullen, exotische Getränke und Popmusik. Vielleicht lieben den Kuchen auch eher die Besucher, die sich die edlen Rösser und deren Sprünge vom Rand der Turnierfeldbegrenzungen aus ansehen, statt auf diesen zu sitzen. Fest aber steht, das kann Franziska Hoffmann vom Reit- und Fahrclub Löwenberg, der das Turnier ausrichtet, bestätigen: "Kuchen, Kaffee und Schmalzstullen sind der Renner. Wir verkaufen im Akkord."

Doch das mit den exotischen Getränken und der Musik muss stimmen. Warum sonst sollte jemand seinem Pferd den Namen "Daiquiri" (ein klassischer Cocktail auf Basis von weißem Rum) oder Rihanna (Sängerin und Schauspielerin) geben, wie das bei Familie Nitschke aus Halberstadt im Harz der Fall ist? Vielleicht ein Zugeständnis an die junge Emmely, die in Linde mit Rihanna durchaus erfolgreich an den Start ging. Gut zweieinhalb Stunden haben Nitschkes gebraucht, um nach Linde zu kommen. "Wir mussten um 3 Uhr aufstehen", so Andreas Nitschke. Die Pferde hatten damit kein Problem, die Menschen ein kleines. "Eine Unterkunft hätten wie noch gefunden, doch die Boxen waren alle schon weg", sagt er. Bereits zum vierten Mal sind die Pferdefreunde im Löwenberger Land, und sie werden wiederkommen: "Weil die Anlage toll ist und vor allem junge Reiter sich hier ausprobieren können." Das sieht auch Sophia Range so. Sie kommt mit Pferd und Wagen, wobei es sich dabei um einen großen Anhänger handelt, in dem die Tiere transportiert werden, aus Barth bei Stralsund. Gut vier Stunden dauert die Fahrt. Doch ist sie mit ihren Mitstreitern bereits am Donnerstag angekommen und wird am Sonntag wieder abfahren. "Für uns sind das sozusagen vier Tage Kurzurlaub, die wir hier gemeinsam mit Gleichgesinnten verleben", erzählt sie. Das kann Familie Worbes aus Lohbarbek bei Itzehoe nur bestätigen: "Die Vielseitigkeitsreiter sind eine eingeschworene Gemeinschaft, und die Fahrt nach Linde ist sozusagen Pflicht. Hier kann man sich abends zum Fachsimpeln zusammensetzen. Da bietet Pfitzmann auf seiner Anlage schon das richtige Umfeld an."

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