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Ärger mit Wildschweinen hält an

Ärgernis: So wie hier an der Straße nach Blumenow unweit der Kirche sieht es fast im ganzen Dorf aus. Die Wildschweine haben die Grasnarbe komplett umgepflügt.
Ärgernis: So wie hier an der Straße nach Blumenow unweit der Kirche sieht es fast im ganzen Dorf aus. Die Wildschweine haben die Grasnarbe komplett umgepflügt. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 26.04.2019, 06:00 Uhr
Dannenwalde Auch wenn die Verwüstungen, die Wildschweine an den Grünflächen in Dannenwalde anrichten, mittlerweile schon ein alltäglicher Anblick für die Bewohner des Granseer Ortsteils sind, damit abfinden wollen sie sich nicht. "Werden wir denn jetzt allein gelassen? Wer beseitigt die Schäden?", hakte Ortsvorsteher Rüdiger Ungewiß bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses nach.

Bereits Ende November hatte er den Mitgliedern des Gremiums und den Mitarbeitern der Verwaltung öffentlich sein Leid geklagt, dass es so im Dorf nicht weitergehen könne. Schließlich habe auch das Anlegen der Grünflächen, egal ob es sich um Seitenstreifen der Straße oder andere Flächen handele, Geld gekostet. Seinerzeit hatte Amtsdirektor  Frank Stege eine Prüfung des Sachverhaltes angekündigt, aber durchblicken lassen, auch keine Patentlösung aus dem Ärmel ziehen zu können. Nun habe es mittlerweile in Zusammenarbeit mit einem Jäger Vergrämungsmaßnahmen gegeben, so Ungewiß. Vom Erfolg könne sich jeder überzeugen, der durch das Dorf fahre – das könne nur als Fehlschlag verbucht werden. Skeptisch gewesen sei er hinsichtlich der Wirkung bereits zuvor, betonte Ungewiß. "Der Auftrag ist erkannt", sagte Bürgermeister Mario Gruschsinke (SPD). Möglichkeiten der zeitnahen Instandsetzung gelte es zu prüfen. Wobei dies nur sinnvoll umzusetzen sei, wenn gleichzeitig die Ursache in den Griff zu bekommen sei.

Alternative Jagdmethoden

Womöglich sei das nicht immer durch gebräuchliche Vergrämungsmittel und die klassische Jagd zu erreichen. Unter Umständen seien alternative Methoden ins Auge zu fassen, die anderswo in Brandenburg auch diskutiert werden. So ging etwa das Vorhaben durch die Medien, innerhalb von Siedlungen die Schwarzkittel mit Pfeil und Bogen zu erlegen.

Ortsvorsteher konnte auch keine passende Lösung des Problems anbieten und zeigte sich generell skeptisch, ob dem Problem überhaupt beizukommen sei. Schließlich habe auch der Waldbesitzer in der Umgebung bereits fleißig auf die Schweine angelegt und nicht wenige erlegt. Bemerkt habe man das im Dorf wenig. Die Tiere suchten es weiter heim, durchwühlten auf der Suche nach Nahrung die Grasnarbe.

Der stellvertretende Amtsdirektor Nico Zehmke betonte, dass nur begrenzte finanzielle und personelle Kapazitäten für die Instandsetzung von Grünflächen zur Verfügung stehen. Auch andere Orte haben Begehrlichkeiten. Gleichwohl werden man sich kümmern.

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