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Selbst Profis erleben ein besonderes Geländewagen-Feeling auf der Motocross-Strecke in den Müllerbergen bei Blumenhagen.

Vier-mal-Vier-Fieber
Auf allen Vieren im Sand

Mit Allrad über die Motocross-Piste: Bei den ersten Offroad-Tagen in den Müllerbergen durften Zuschauer einsteigen oder selbst unter Anleitung von Instrukteuren ans Steuer. Die Strecke bietet selbst für Profis Herausforderungen.
Mit Allrad über die Motocross-Piste: Bei den ersten Offroad-Tagen in den Müllerbergen durften Zuschauer einsteigen oder selbst unter Anleitung von Instrukteuren ans Steuer. Die Strecke bietet selbst für Profis Herausforderungen. © Foto: Stefan Csevi
Oliver Schwers / 06.05.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 06.05.2019, 18:01
Blumenhagen (MOZ) Durch losen Sand mahlen sich kraftvolle Räder. Der weiße Geländewagen ragt an einer Hügelkuppe mit der Motorhaube steil nach oben. "Wir fahren in den Himmel", jauchzt die kleine Valeska. Dann schiebt sich das schwere Fahrzeug abwärts, ohne zu rutschen, ganz sicher. Es staubt. Weiter geht’s durch eine extrem schräge Kurve. "Als würden wir umkippen", ruft Valeska. Sie hat keine Angst. Am Steuer sitzt Karsten Gontek, Chef-Trainer von FCS Berlin. Der erfahrene Geländewagen-Profi beherrscht den Allrader in jeder Sekunde. Unter der Haube steckt ausgefeilte Technik - Bremsassistenten, Bergabfahrhilfe, Standgasanhebung.

Doch die Motocross-Strecke in den Müllerbergen bei Blumenhagen hat es in sich. Normalerweise fegen hier Motorräder über die Hügelpiste. Zu den ersten Offroad-Tagen dürfen nun die Vier-mal-Vier-Protze auf den Sand. In einer 90-Grad-Kurve heben sich die Räder in die Luft. "Das hätte ich nicht erwartet", staunt Valeskas Vater David Schönfeld. Er ist mit der Familie extra aus Chorin nach Schwedt gekommen, um das Geländewagen-Feeling zu erleben.

"Emotionen spielen eine große Rolle", sagt Torsten Löhn von der Firma 1a Löhn aus Rosinthal bei Angermünde. Eigentlich wollte der Isuzu-Händler nur seine Kundschaft zum Fahren einladen. Die Autos sollten endlich mal richtiges Gelände fühlen. Dann aber wurde daraus eine offizielle Offroad-Show für jeden, der ans Steuer wollte. Auch mit eigenen Wagen aller Typen.

Die Fahrer staunen nicht schlecht, was ihnen die Instrukteure trotz der langen Fahrpraxis noch zeigen können. In der Uckermark geht der Trend zu mehr Pickups. Nicht wegen der schlechten Straßen, sondern wegen vieler Jäger, die in den Wald müssen, und wegen zahlreicher Firmen, die im Gelände arbeiten. Torsten Löhn ist über die Resonanz auf seine Aktion selbst verblüfft. Die Leute müssen warten, bevor ein Wagen frei ist.

Ganz groß im Kommen ist der Urlaub im Ausland mit Geländewagen und Dachzelt. Dafür wird eine angemessene Offroad-Erfahrung vorausgesetzt. "Das Wichtigste ist, den Wagen heil zu lassen und jederzeit die Kontrolle zu behalten", erklärt Torsten Löhn. Deshalb rollen die Allrader auch nur im Schritttempo über die Strecke. Ein paar Meter weiter starten schon die Offroad-Fahrer von morgen ihre ersten sandigen Versuche auf einem Quad und mit dem Buggy.

Offroad-Fahrzeuge

Geländewagen sind entwickelt worden, um in Bergen, im Wald, Wüstengegenden oder in schwer zugänglichen Bereichen zu fahren. Um nicht im Boden oder im Schlamm stecken zu bleiben, sind im Gegensatz zu normalen Autos alle vier Räder angetrieben. Eine besondere Ausstattung und Bauweise ermöglichen es, Schräglagen zu bewältigen, Hänge zu erklimmen oder stark abschüssiges Gelände sicher zu meistern.⇥os

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