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Nur Letzter
Speedwayteam Wolfslake enttäuscht bei Heimrennen

Stefan Zwahr / 06.05.2019, 18:05 Uhr
Wolfslake (MOZ) Letzter zu werden, sei nie schön. "Und bei einem Heimrennen schon gar nicht", bemerkt Mathias Bartz. Der Mannschaftsleiter von Gastgeber Wolfslake war nach dem Sonntag-Rennen auf dem heimischen "Eichenring" bitterlich enttäuscht. Anstatt wie erhofft um die Plätze zwei und drei mitzufahren, landete das "Wolfspack" mit 18 Laufpunkten abgeschlagen auf dem vierten Platz. "Es lief suboptimal. Dass wir Vierter werden, damit hätte ich nicht ansatzweise gerechnet. Was für eine Schmach!"

Max Pott nach Sturz raus

Dass die Hausherren vor knapp 500 Zuschauern viel Pech hatten, war nur ein  kleiner Trost. Steven Mauer, der am Vortag noch in der Speedway-Bundesliga für Wittstock am Start war, musste krankheitsbedingt absagen. Ersatzmann Maximilian Pott stürzte in seinem ersten Lauf. "Das hat ihm gesundheitlich so zugesetzt, dass er nach seinem zweiten Start aufgeben musste", bedauert Bartz. Da kein Ersatz da war, fehlten automatisch Punkte – und das in einem stark besetzten Feld.

"Es waren viele gute Teams am Start", betont Mads Hansen. Der Däne holte für Wolfslake acht Zähler. "Ich habe alles gegeben und hoffe, dass es beim nächsten Mal besser wird. Es war ein hartes Rennen." Bartz: "Mads hätte ich schon ein, zwei Punkte mehr zugetraut." Lukas Wegner (ebenfalls acht Punkte) hätte hingegen das gebracht, "was ich erwartet habe". Das sei völlig in Ordnung gewesen. "Und bei besseren Bahnbedingungen wären für Celina Liebmann noch zwei, drei Punkte mehr drin gewesen."

Die Jugendliche steuerte zwei Punkte bei. "Die Ausbeute war okay. Es war aber auf jeden Fall mehr drin. Ich und die Bahn waren uns nicht einig." Auch ihr Mannschaftsleiter, der seine aktive Laufbahn im vergangenen Jahr beendet hatte, räumte ein: "Ich bin froh, dass ich nicht fahren musste. Die Bahn war sehr schwierig." Erst wenige Tage vor dem Rennen war die Anlage bearbeitet worden. "Da die Bahn noch feucht war, sind viele Spurrinnen reingekommen. Dadurch war es nicht einfach. Die Bedingungen waren aber für alle gleich." Liebmann berichtet, dass sie gerade in den Kurven nie gewusst habe, wie die Bahn reagiert. "Sie war teilweise richtig hart. Es waren Kanten drin. Dadurch war es schwierig, zu koordinieren."

Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt stehen für Wolfslake im Teamcup noch drei Rennen an. "Ich denke, dass wir noch mal angreifen. Hauptsächlich geht es aber darum, die jungen Fahrer wie mich heranzuführen. Wir wollen ein junges Team aufbauen und die Jugend fördern."

Güstrow gewinnt auf dem "Eichenring"

Die Güstrow Torros sicherten sich in Wolfslake den Sieg. Mit 40 Laufpunkten verwiesen sie den MSC Olching (31) auf den zweiten Platz.

Überzeugende Läufe sahen die ca. 500 Zuschauer von Michael Härtel (Olching/14 Punkte) und Tobias Busch (Güstrow/12).

"Wolfspack" Wolfslake punktete durch Mads Hansen und Lukas Wegner (je 8) sowie Celina Liebmann (2).

Die Black Forrest Eagles aus Berghaupten hatten einen gebrauchten Tag, wurden mit 25 Punkten Dritter. Max Dilger hatte schon im Training Probleme mit der Maschine und erlitt im zehnten Lauf einen heftigen Sturz. ⇥sz

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