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Das malerisch im Zentrum Leuenbergs gelegene Gewässer ist nur noch ein kleiner Pfuhl. Die Dorfbewohner fordern seine Rettung.

Wassermangel
Dorfteich bald nur noch Pfütze

Trocknet allmählich aus: Der Dorfteich in Leuenberg verliert immer mehr Wasser. Die Rettung würde laut einem Wasserbau-Gutachten 100 000 bis 150 000 Euro kosten. So viel Geld hat die Gemeinde aber nicht und bräuchte Fördermittel, möglicherweise aus dem Ausgleichsfonds der Windradbetreiber.
Trocknet allmählich aus: Der Dorfteich in Leuenberg verliert immer mehr Wasser. Die Rettung würde laut einem Wasserbau-Gutachten 100 000 bis 150 000 Euro kosten. So viel Geld hat die Gemeinde aber nicht und bräuchte Fördermittel, möglicherweise aus dem Ausgleichsfonds der Windradbetreiber. © Foto: Wolfgang Rakitin
Steffen Göttmann / 10.05.2019, 07:00 Uhr
Höhenland (MOZ) Der Dorfteich von Leuenberg verdient diese Bezeichnung eigentlich nicht mehr. Wo die Kinder im Winter Schlittschuh laufen konnten, ist nur noch ein mit einem Schilfgürtel gesäumter Tümpel übrig geblieben. Seit dem Neubau der B 158 durch Leuenberg fehlt dem Teich der Zulauf. Die Trockenheit macht ihm zusätzlich zu schaffen. Der natürliche Niederschlag reicht nicht aus, um ihn zu erhalten. Er trocknet nach und nach aus.

Wolfgang Skor, Geschäftsführer des Technischen Büros für Wasserwirtschaft und Landeskultur aus Bad Freienwalde, hatte im Auftrag der Gemeinde Höhenland 2013 einen Plan erarbeitet, wie der Teich gerettet werden könnte. Die Ergebnisse seiner Planungen hatte er damals in der Gemeindevertretung präsentiert und stellte sie am Mittwochabend bei der Einwohnerversammlung im Gutshaus Wölsickendorf vor. Bürgermeisterin Helga Kowatzky hatte ihn darum gebeten, weil sie immer wieder Anfragen aus dem Dorf entgegen nimmt.

Doch ohne die Zustimmung anderer Behörden geht es nicht. Denn früher speiste das Oberflächenwasser der B 158 den Teich. Seit dem Neubau fließe das Niederschlagswasser in einen Regenwasserkanal und am Teich vorbei, sagte Skor. Da sei wegen der Vorschriften nichts zu machen.

Aber auf Höhe der Feuerwehr befinde sich noch der Schacht, durch den früher das Wasser zum Teich geleitet wurde, erklärte er. Dieser müsste mit einem Überlauf in Richtung Dorfteich und einem Filter versehen werden. Dies sei nach einem Telefonat mit dem Landesbetrieb Straßenwesen möglich. Denn Öl und Reifenabrieb dürften nicht in den Teich gelangen. In Übrigen dürfe auch das Regenwasser von Dächern nicht in den Teich geleitet werden, denn auch dies könne belastet sein. "Ich kann nicht versprechen, dass der Teich schnell voll wird", sagte Skor.

Der Teich müsste zudem ausgebaggert werden, um als solcher bezeichnet werden. Eine Wasser- und Sedimentprobe hatte ergeben, dass der Teich nur geringfügig belastet sei, bestätigte Bürgermeisterin Helga Kowatzky.

"Man kann den Teich in verschiedenen Größen ausbauen", sagte Skor. Sollen sich darin Fische tummeln, sollte er mindestens 1,20 Meter tief sein. Denn sie müssen auch bei einem harten Winter mit Eisdecke eine Möglichkeit zum Überleben haben.

"Kann er als Löschteich für die Feuerwehr genutzt werden?", fragte Ralf Behring. Ferner wollte er wissen, ob es Folgekosten für die gemeinde gäbe, falls er auf die beschriebene Weise gerettet würde. Wenn die Gemeinde Fördermittel aus dem Ausgleichsfonds der Windenergie-Investoren beantragen wolle, dann werde es schwer mit dem Löschteich, sagte Skor. Außerdem hat Leuenberg schon einen Löschteich. Die Gemeinde müsse sich entscheiden, ob er nur Überschwemmungen vorbeugen soll oder der Renaturierung dient, wo Libellen einen Rückzugsort finden. In der Tat müsste der Schacht mit einer Filteranlage oder einem Ölabscheider ausgestattet werden. Wolfgang Skor bezifferte die Arbeiten zur Rettung des Dorfteichs auf 100 000 bis 150 000 Euro.

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