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Umzug
Drei Wehren feiern Jubiläum

Umzug mit Musik durch Klein Briesen: Zünftig feierten die drei Wehren Reudnitz, Groß und Klein Briesen ihren 85. Geburtstag. Nach 1949 waren die drei Wehren zu einem Wirkungsbereich zusammengefasst worden.
Umzug mit Musik durch Klein Briesen: Zünftig feierten die drei Wehren Reudnitz, Groß und Klein Briesen ihren 85. Geburtstag. Nach 1949 waren die drei Wehren zu einem Wirkungsbereich zusammengefasst worden. © Foto: Ruth Buder
Ruth Buder / 20.05.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 21.05.2019, 08:49
Klein Briesen Das 85-jährige Jubiläum haben am Sonnabend die Feuerwehren Reudnitz, Groß und Klein Briesen gefeiert. Und zwar mit einem Umzug durch Klein-Briesen, einem Feuerwehrausscheid und gemütlichem Beisammensein.

Punkt 13.30 Uhr setzt sich bei strahlendem Sonnenschein der Zug der Feuerwehrleute, angeführt von den Musikern der Puhl-Combo, in Bewegung. Nur wenige Menschen stehen am Straßenrand. Das hat seinen Grund: "Wir sind doch hier alle in der Feuerwehr", lacht Birge Jordan aus Reudnitz, deren Sohn Roman im Zug mitläuft, denn er ist der Feuerwehrchef in Reudnitz.

Es geht vom Feuerwehrgerätehaus in Klein Briesen durch die von den schönen alten Linden umsäumte Dorfstraße bis zum Wilhelmplatz, wo die, die nicht im Zug mitlaufen, schon mit den Vorbereitungen für das Kuchenbuffet beschäftigt sind. Angekommen am Wilhelmplatz wird erst einmal Aufstellung für das Jubiläums-Gruppenfoto genommen.

Alle fünf Jahre feiern die drei Wehren ihren Geburtstag gemeinsam, sagt der Klein Briesener Ortswehrführer Christoph Misterek im Beisein seiner benachbarten Kollegen Roman Jordan (Reudnitz) und Mario Krüger (Groß Briesen) in seiner kleinen Begrüßungsansprache. "Das ist schon zu einer guten Tradition geworden."

Im Jahr 1934 seien die Wehren fast zeitgleich gegründet worden. Selbst im Zweiten Weltkrieg, wo viele Männer eingezogen waren, hätten sie weiterbestanden. Nach Kriegsende hätten die russischen Besatzer die Feuerwehren aufgelöst, aber schon zwei Jahre später, 1947, seien die Wehren neu organisiert worden. Erst mit Gründung der DDR 1949 sei wieder Stabilität eingetreten und auch die technische Ausstattung verbessert worden. Reudnitz, Groß und Klein Briesen seien damals in Wirkungsbereiche zusammengefasst worden, was die heutigen gemeinsamen Geburtstagsfeiern erklärt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung hätte es neue Möglichkeiten, aber auch wieder neue Probleme gegeben. Heute lägen die Ortswehren im Zuständigkeitsbereich der Stadt Friedland. Deshalb ließ es sich Bürgermeister Thomas Hähle auch nicht nehmen, seine Glückwünsche persönlich zu überbringen. Die Feuerwehren, in denen mittlerweile fast fünf Generationen mitgewirkt hätten, würden für den Zusammenhalt im Dorf stehen, würdigte Hähle.

Glückwünsche an die drei Feuerwehren, die jeweils um die 20 Mitglieder haben, überbrachten auch der ortsansässige CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Gliese und Silke Bernhardt, Ortsvorsteherin in Reudnitz. Ihrem Vater Hellmuth Kleinod wurde eine besondere Ehre zuteil. Der 88-Jährige erhielt eine Ehrenurkunde für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der Reudnitzer Feuerwehr. Auf der goldenen Medaille, die ihm Roman Jordan um den Hals legte, steht: "Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr – 70 Jahre Treue".

Löschangriff nach dem Kaffee

Nach dem Kaffeetrinken machten sich die Feuerwehrleute aus den Jubiläumsgemeinden und Nachbarwehren bereit für den Wettkampf Löschangriff nass aus dem Fahrzeug, aus einem TSA, sowie für einen 100-Meter Hindernislauf mit Überwinden einer Eskaladierwand und Lauf auf dem Schwebebalken.

Beim Löschangriff nass der Männer siegte die befreundete Wehr aus Groß Briesen in Potsdam-Mittelmark vor Klein Briesen und Weichensdorf, bei den Frauen Groß Muckrow vor Klein Briesen. Insgesamt traten sieben Männer- und zwei Frauenmannschaften an. Bei den Einzelwettbewerben im Hindernislauf gewann Christoph Misterek vor Luca Lipski und Chris Lösche. Bis spät nach Mitternacht wurde auf dem Wilhelmplatz gefeiert und getanzt.

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