Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ortsrundgang
Erste Eindrücke vom neuen Gemeindezentrum

So soll es aussehen: Christian Tutsch von der Granseer Amtsverwaltung gab Erläuterungen zum Gemeindezentrum, das anstelle des alten Dorfkonsums entstehen soll.
So soll es aussehen: Christian Tutsch von der Granseer Amtsverwaltung gab Erläuterungen zum Gemeindezentrum, das anstelle des alten Dorfkonsums entstehen soll. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 20.05.2019, 19:12 Uhr
Seilershof Im Herbst soll es losgehen. Dann nimmt das langersehnte Gemeindezentrum in der Mitte Seilershofs langsam Gestalt an. Basis dafür ist der alte Dorfkonsum neben dem Hotel an der Ecke Haupt- und Seestraße. Einige Wände dieses Flachbaus, insbesondere des vorderen, straßenzugewandten Bereiches, werden erhalten und Teil des neuen Zentrums. Darüber wurde am Sonnabend im Anschluss an den Dorfrundgang mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Ordnung und Verkehr informiert. Kostenpunkt für das Bauvorhaben: insgesamt 423 000 Euro. 75 Prozent der Summe werden gefördert, wie Christian Tutsch von der Granseer Amtsverwaltung ausführte. Der Förderbescheid liege bereits seit Februar vor. Nun hoffe man bei der Ausschreibung der Bauleistungen auf passende Gebote. Neben der künftigen Baustelle war ein Plan angebracht worden, auf dem sich sich die Interessierten über den Grundriss und weitere bauliche Details informieren konnten.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Ausschussvorsitzende Peter Gogol (SPD) die Anwesenden begrüßt. "Es wurde ja lange gerungen um die Fördermittel, schön, dass es nun endlich losgehen kann", sagte er. 2020 soll das Projekt auf alle Fälle beendet sein, dann habe jeder Ortsteil ein Gemeindezentrum. "Aber ein Rundgang ist auch deshalb sinnvoll, um zu sehen, was liegt noch so an", so Gogol weiter.

Seitens des Ortsbeirates werde etwas ähnliches jeden Frühjahr veranstaltet, dass es dieses Mal mit der Aktion des Stadtentwicklungsausschusses zusammenfalle, sei umso besser, ergänzte Ortsvorsteher Heinz-Dieter Kakuschke, der auch auf das Erreichte der zu Ende gehenden Wahlperiode verwies. So sei die Uferpromenade fertiggestellt, die Pappeln an der Straße nach Neulögow entfernt und die Umrandung des Parkplatzes neben der früheren Gaststätte Klewitz erneuert worden. Ferner konnte das letzte Baugrundstück in kommunalem Besitz veräußert werden.

Der Rundgang führte schließlich von der Feuerwehr vorbei am Friedhof, die Seestraße entlang, zur Badestelle und via Wald- und Siedlungsweg zurück in die Dorfmitte. Einige Anmerkungen wurden aufgenommen. So möge unter anderem die Bank am Denkmal für den Ortsgründer erneuert und jene an der Ecke Waldweg/ Hauptstraße gestrichen werden. Für Unmut bei den Seilershofern sorgen regelmäßig auch Grundstücksbesitzer, insbesondere am Ufer des Wentowsee, die ihre Grundstücke verkommen lassen.

Der Ort und seine Geschichte

Seilershof hat knapp 236 Einwohner (Stand Ende 2018) und liegt neun Kilometer nördlich von Gransee am Kleinen Wentowsee. Dieser See ist als Bundeswasserstraße über den Wentowkanal an die Havel angeschlossen.

Der Ort liegt im Naturpark "Stechlin-Ruppiner Seenland" und grenzt an das Landschaftsschutzgebiet "Fürstenberger Wald- und Seengebiet".

Der Sohn des ersten Forstbeamten in Altlüdersdorf errichtete auf wüsten Ländereien, die ihm 1754 vom König geschenkt wurden, den Hof des Johann Georg Seiler.

Seit dem Jahr 1998 gehört das Dorf Seilershof als Ortsteil zur Stadt Gransee.⇥red

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG