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Der Bernauer Ortsteil feierte am Sonnabend – und die Einwohner sind aufgerufen, sich an der Dorfentwicklungsplanung zu beteiligen

Dorffest
Birkholzer Ideen gefragt

Kai-Uwe Krakau / 02.06.2019, 21:35 Uhr - Aktualisiert 03.06.2019, 15:19
Birkholz Dass die Birkholzer feiern können, haben sie am Sonnabend wieder einmal bewiesen: Auf dem Dorfanger stieg bei herrlichem Sommerwetter die inzwischen 22. Auflage des Dorffestes. Zur Eröffnung am späten Vormittag konnte der amtierende Ortsvorsteher Dieter Geldschläger nicht nur zahlreiche Einwohner, sondern auch Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) sowie einige Stadtverordnete und Beiratsmitglieder aus anderen Ortsteilen begrüßen. So bekundeten beispielsweise Jan Bernatzki aus Waldfrieden, der CDU-Stadtverordnete Daniel Sauer, Detlef Maleuda sowie Horst und Thomas Werner (alle Bündnis für Bernau) ihre Verbundenheit mit Birkholz.

Ausstellung eröffnet

"Das Dorf hat sich gut entwickelt und es wird auch in den nächsten fünf Jahren vorankommen", sagte Geldschläger zur Begrüßung. Bei der Erarbeitung der  Dorfentwicklungskonzeption, die derzeit erfolge, sei jede Meinung willkommen. "Beteiligen Sie sich und sagen Sie uns, was bei uns passieren soll", rief er die Birkholzer auf.

Stahl hob hervor, dass das Ergebnis der Ortsbeiratswahl "ein Stück für Kontinuität" stehe. Der Ortsteil habe sich "hervorragend entwickelt", daran habe auch Geldschläger einen großen Anteil, so der Bernauer Verwaltungschef.

Natalie Gude Losada und Siegfried Fichtler hatten sich in den vergangenen Monaten ausführlich mit der Geschichte und Gegenwart von Birkholz beschäftigt. Das Ergebnis ist eine kleine, aber feine Ausstellung, die derzeit im Dorfgemeinschaftshaus zu sehen ist. Auf Schautafeln ist in Bildern und Texten zusammengetragen worden, was das Leben in Birkholz ausmacht. So gibt es Informationen zur Keramikwerkstatt von Rosemarie und Philine Spies, zur Physiotherapie-Praxis Rebekka Bütow, zum Stadtgut und der Biogasanlage und natürlich zur Kirche aus dem 13. Jahrhundert.

Die rund 300 Einwohner haben überdies die Möglichkeit, auf einer Tafel mit gelben und grünen Punkten zu kennzeichnen, welche Projekte sie in den nächsten Jahren für wichtig halten. Einzelne Maßnahmen wie die Rekonstruktion historischer Details am Gotteshaus oder ein Fußweg entlang der Schwanebecker Straße sind bereits vorgegeben. Vielleicht hat aber auch der eine oder andere Birkholzer noch eine völlig neue Idee.

Gegen Mittag wurde es auf dem Festplatz dann richtig voll. Adelheid Kohsmann verteilte an der Gulaschkanone rund 120 Portionen Erbsensuppe, kleinere und größere Landmaschinen waren zu bewundern und die Jugendfeuerwehr zeigte den Gästen, was die gelernt hat. Die Mädchen und Jungen hatte Geldschläger übrigens zuvor zu einem Besuch einer Burger-Braterei in Blumberg eingeladen – als Dank für ihr Engagement. "Nachwuchs suchen wir immer", sagte der Jugendwart des Löschzuges Birkholz, Axel Klahn. Derzeit seien acht Kinder dabei. Sie treffen sich wöchentlich und lernen das Einmaleins der Feuerwehr.

Auch die Elektro-Modellflieger um Jan Goder hatten unter den schattigen Bäumen einen Stand aufgebaut. "Wir haben bei Birkholz eine Fläche gepachtet und gehen dort unserem Hobby nach", so Goder. Da sei es Ehrensache, auch beim Dorffest dabei zu sein.

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