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Laufsport
Wieselflink die Umwege wettgemacht

Gunnar Reblin / 03.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 03.06.2019, 08:57
Köpernitz (MOZ) Dietmar Cuba und Wolfgang Schönberg, die beiden Cheforganisatoren, strahlten am Sonnabend mit der Sonne um die Wette. Sie waren überaus erleichtert. Der Köpernitzer Seelauf hat nach zuletzt sinkenden Teilnehmerzahlen eine Wiederbelebung erfahren. "Und das tut uns richtig gut", so Cuba. Im Vorjahr hatten sich nur 32 Läufer an die Startlinie gestellt, in diesem Jahr waren es immerhin wieder 47. Der Rekord liegt bei 72. 2008 war das. Cuba: "Im vorigen Jahr waren wir richtig deprimiert. Jetzt atmen wir etwas durch." Und sein Orga-Partner Wolfgang Schönberg ergänzte: "Das Lauf-Angebot hat zuletzt mächtig zugenommen, da gehen die kleinen Familienläufe, wie wir ihn anbieten, schon etwas unter. Schade." Er räumte ein, dass vor allem wegen der fehlenden Verknüpfung mit dem Internet (Anmeldung und Zeitnahme) der Zulauf ausgebremst wird. 

Veranstalter freuen sich über Wiederbelebung mit 47 Teilnehmern
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24. Köpernitzer Seelauf

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Nicht zu bremsen waren hingegen die Teilnehmer am Sonnabend. Allen voran Mohamed Hajay. Der Neuruppiner rannte bei seiner Premiere in Köpernitz allen davon. Der Rheinsberger Markus Werner, immerhin auf einer seiner Heimstrecken unterwegs, befand: "Schon nach dem Start habe ich bemerkt, dass ist ein anderes Niveau." Hajay war sogar so schnell unterwegs, er konnte es sich erlauben, zweimal Extra-Meter abzuspulen. "Ich habe mich zweimal verlaufen", gestand er mit einem Lächeln auf dem Gesicht. "Einmal war ich sogar schon eine Weile unterwegs, bis mir jemand den richtigen Weg wies." Die Strecke war jedoch bestens ausgeschildert, mit Schildern und Sägespäne", wie Wolfgang Schönberg anmerkte. Doch bei seinem ersten Start in Köpernitz fehlte Hajay noch die Streckenkenntnis. Er bekam aber zweimal Hilfe. Den Sieg konnte ihm dennoch keiner streitig machen. Als dies bei der Siegerehrung zur Sprache kam, gab es durchweg staunende Blicke. Hajay, der trotz der Irrwege in einer Zeit von 49:11 Minuten zum Sieg über die 12-Kilometer-Strecke lief, erklärte: "Ansonsten hätte ich wohl eine 45er-Zeit erreichen können." Den Rekord hält nach wie vor Christian Goy mit 40:22 Minuten aus dem Jahr 2002.

Ihren Jubiläumslauf krönte Daniela Kühn mit dem Sieg über den langen Kanten. Die Berlinerin, ausgezeichnet für ihre zehnte Teilnahme am Lauf, triumphierte mit Abstand in 58:19 Minuten. Die Potsdamerin Jana Heinrich – ebenso zum zehnten Mal dabei – folgte in 1:02,20 Stunden.

Zufriedene Gesichter, viel Applaus. Den Teilnehmern hat es gefallen. Einmal mehr hatten die Veranstalter den Lauf mit einer Tombola und einem leckeren Imbiss (Erbsensuppe) garniert. Cuba: "Das hat Tradition - und kommt an." Schönberg fügte an: "Wir wollen diesen Lauf am Leben erhalten. Das geht nur mit euch Läufern." Im kommenden Jahr wird Silberhochzeit gefeiert. Die 25. Auflage soll im Juni, ein genauer Termin steht noch nicht fest, steigen. "Unser Traum ist es, einmal so viele Starter zu haben, wie Köpernitz Einwohner hat. Ich glaube im Moment sind es knapp 85", so Cuba.

Dollgower Seenlauf Stechlin

Zum nächsten Volkslauf lädt der Verein Laufpack Stechlin um dessen Vorsitzenden Egon Brehe ein. Am Pfingstmontag, 10. Juni, steht die 7. Auflage an. Der Dollgower Seenlauf wurde 2013 ins Leben gerufen und ist die jüngste Veranstaltung im Laufpark Stechlin.

Start und Ziel ist am Gasthaus Seelig in Dollgow. Los geht es um 10 Uhr. Die Läufer können zwischen den Strecken 0,6 (U8); 1,9 (U10 bis U16); 8,4 (ab 12 Jahren) und 15,5 km (ab 14 J.) wählen. Nordic Walker und Walker starten über 8,4 km.

Die Onlinemeldung ist auf der Internetseite www.laufpark-stechlin.de bis zum 6. Juni (23.59 Uhr) freigeschaltet. Die Nachmeldegebühr am Wettkampftag (bis 9.30 Uhr) beträgt 3 Euro. 0,6 km und 1,9 km ohne Nachmeldegebühr. Die Startnummernausgabe erfolgt ab 8 Uhr.⇥gü

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