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Petra Elsner aus Kurtschlag gewinnt Krimi-Wettbewerb

Bei der Preisverleihung: Karla Schmook (Verlagsbuchhandlung Ehm Welk), Autorin Petra Elsner und Annekathrin Hoppe von der Stadt Schwedt (von links)
Bei der Preisverleihung: Karla Schmook (Verlagsbuchhandlung Ehm Welk), Autorin Petra Elsner und Annekathrin Hoppe von der Stadt Schwedt (von links) © Foto: Lutz Reinhardt
Martin Risken / 05.06.2019, 12:45 Uhr
Kurtschlag (MOZ) Schaurig schön, mörderisch gut und hochspannend – bis zur letzten Seite", heißt es über den ersten Krimi mit dem Titel "Milchmond" der Journalistin, Autorin und Künstlerin Petra Elsner aus Kurtschlag.

Dafür gab es jetzt sogar eine Auszeichnung. Sie gewann den 1. Uckermärkischen Krimi Albert Award 2019" und einen Buchvertrag, der auch eine umfassende Vermarktung ihres Buches im deutschsprachigen Buchmarkt ermöglicht. Ihr Krimi "Milchmond", aus dem Petra Elsner zuvor schon einmal öffentlich gelesen hatte, erscheint aber erst in diesem Monat im Verlag der Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, die auch den Uckermärkischen Regionalkrimi-Wettbewerb ausgelobt hatte.

178 Anmeldungen

Und das mit einer bemerkenswerten Resonanz: Es gab deutschlandweit 178 Anmeldungen. 15 Finalisten qualifizierten sich für die Endrunde. Einen vielleicht berühmten Detektiv mit uckermärkischen Wurzeln zu schaffen, war ein Ziel des Wettbewerbes unter dem Motto "Tatort Uckermark – eine Mordsregion gräbt ihre Leichen aus", den die Verlagsbuchbuchhandlung anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens im Mai dieses Jahres ins Leben rief. Zwar sei die Uckermark vor allem für ihren reizvollen Naturreichttum bekannt. "Doch der Schein trügt! Denn zwischen Natur und Dorfidylle, Stadtgetümmel und Kultur liegt so manche Leiche begraben", war sich Ehm Welk sicher. Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernahm Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl.

Umfangreicher Kriterienkatalog

Nachdem die Finalisten feststanden, die überwiegend in der Uckermark zu Hause sind, obwohl es auch Finalisten aus Münster in Westfalen, Berlin und Karlsruhe gab, begann für die Mitglieder der siebenköpfigen Jury eine spannende Zeit. Die Jury setzte sich aus Experten aus den Bereichen Kultur, Bildung, Wirtschaft, Tourismus und Journalismus zusammen. Neben dem persönlichen Eindruck wurden in der Bewertung der anonymisierten Wettbewerbsbeiträge ebenso festgelegte Kriterien einbezogen, um eine objektive Vergleichbarkeit der eingereichten Krimiausschnitte zu ermöglichen. Dazu zählten unter anderem der Gesamteindruck, die Umsetzung des uckermärkischen Lokalkolorits, der lokalen Identität, die Gestaltung des Plots sowie die Glaubwürdigkeit der Handlung, die Einführung und Entwicklung der Charaktere, die Faktoren Spannung und Humor, ein lesbarer Schreibstil, das mögliche spätere Leserinteresse sowie die Wahrscheinlichkeit einer Leseempfehlung. Petra Elsner überzeugt die Jury wohl in den meisten der hier genannten Kritierien mit ihrem Debüt-Krimi, der selbstverständlich unveröffentlicht sein musste, um zum Wettbewerb zugelassen zu werden.

In "Milchmond" erzählt Petra Elsner die Geschichte der Laura Acker, deren Leiche bei Aufräumarbeiten nach dem ersten großen Wintersturm von Feuerwehrmännern unterm Schneelaub entdeckt wird. Zuvor wird das Holz eines Hektars Wald gestohlen. Die Waldbesitzer statten sich mit Wildkameras aus. Doch eines Diebes läuft ihnen ein weißer Wolf vor die Linse.

Die Legende vom Milchmond

Die fast vergessene Legende vom Milchmond bekommt wieder Zunder.  Haben Holzklau und der Mord etwas miteinander zu tun? Das Schorfheidedorf Sandbergen hält den Atem an. Ist der Mörder unter ihnen? Oder ist die Legende vom weißen Wolf zu neuem Leben erwacht?

Die ersten Ermittlungen des Landeskriminalamtes führen ins Leere, bis seltsame Nachtplätze in der Schorfheide gesichtet werden. Die Ermittler stöbern den Aussteiger Leo Altmaier auf, der seit Jahren im Wald lebt. Hat er die blutrünstige Tat aus nächster Nähe durch seine schmierigen Brillengläser nur beobachtet? Auflösung ab Juni in jeder gut sortierten Buchhandlung. Petra Elsner hat ihr Krimi-Debüt selbst illustriert so wie einige andere Bücher, die sie schon veröffentlicht hat und die sich zumeist auch mit der Schorfheide als ihrer liebgewonnenen Wahlheimat beschäftigen.

Auch Publikumspreis vergeben

Den Preis der Jury sicherte sich Petra Elsner aus Kurtschlag. Sie wurde 1953 geboren und ist von Beruf Schrift- und Grafikmalerin. 13 Jahre lang war sie als Redakteurin im Verlag Junge Welt beschäftigt. Von 1994 bis 2008 lebte und arbeitete sie als Malerin und Autorin freiberuflich in Berlin Prenzlauer Berg. Seit 2008 lebt sie in Kurtschlag.

Zusätzlich zum Jury-Preis 2019 vergab die Verlagsbuchhandlung Ehm Welk auch einen Publikumspreis. Fast 2 000 Leser beteiligten sich daran.

Diesen Publikumspreis teilen sich mit Stimmengleichheit Silvio Moritz aus Passow ("Wie im wahren Leben") und Thomas Neumann aus Templin ("Das Tagebuch"). Auch sie erhalten einen Buchvertrag.

Das Siegerbuch "Milchmond" von Petra Elsner erscheint im Juni in der Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, hat zirka 110 Seiten und kostet 20 Euro.⇥ris

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