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Am Deutschen Mühlentag haben auch die Mühlen in Casekow und Geesow mitgemacht und altes Handwerk gezeigt.

Mühlentag
Wissenswertes aus der Berufswelt der Müller

Im Mühlenmuseum von Casekow: Taylor Meinke hebt neben seiner Mama Anne-Kathrin einen Sack an. Er ist zum Glück nicht mit Korn, sondern mit Stroh gefüllt.
Im Mühlenmuseum von Casekow: Taylor Meinke hebt neben seiner Mama Anne-Kathrin einen Sack an. Er ist zum Glück nicht mit Korn, sondern mit Stroh gefüllt. © Foto: Eva-Martina Weyer
Eva-Martina Weyer / 11.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 08:28
Casekow (MOZ) Am Deutschen Mühlentag waren auch Mühlen in der Uckermark geöffnet. Vereine haben das Müllerhandwerk demonstriert. So auch in Casekow. Die dortige Mühle wurde zwischen 1920 und 1922 errichtet und war eine Walzmühle mit elektrischem Antrieb. Heute ist die Mühle ein Museum, das vom Dorfverein Casekow gehegt und gepflegt wird. Vereinsvorsitzender Burkhard Flügel führte durch die Mühle: "Der letzte Müller von Casekow war Franz Laß. Er hat 1955 seine Meisterprüfung absolviert. Seinen Meisterbrief können wir hier dank einer Schenkung präsentieren."

Wie zu erfahren war, wurde in der Mühle Casekow Schrot als Futtermittel für Schweine und Rinder der LPG gemahlen. Private Tierhalter holten sich Kleinstmengen ab. Zu den Besuchern der Mühle gehörten Anne-Kathrin Meinke und ihr Sohn Taylor. "Es ist schön, dass man sich ansehen kann, wie es früher so war", sagte sie. "Ich finde es interessant, wenn man erfährt, wie körperlich anstrengend die Arbeit eines Müllers war." Pastorin Almut Schimkat hielt einen Gottesdienst neben der Mühle ab. Außerdem präsentierte der Landfrauenverein Uckermark das Wäschewaschen zu Großmutters Zeiten.

Der Verein Salveymühle Geesow hatte ebenfalls zum Mühlenfest und Tag der offenen Tür eingeladen. Besucher schauten sich die alte Wassermühle an, schon die erste Führung war sehr gut besucht. Später staunten sie beim Sägen mit dem Horizontalsägegatter. Die Salveymühle war Mahl- und Sägemühle zugleich. Der Deutsche Mühlentag findet seit 1994 immer am Pfingstmontag statt. In diesem Jahr haben in Brandenburg rund 80 historische Mühlen mitgemacht.

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