Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Im Oderland stellten sich Betriebe in Dannenberg und Steinbeck den Besuchern vor. Kulinarisch und mit ihrer Technik, den Tieren und den Mitarbeitern.

Landpartie
Vom Melkstand zum Feldrand

Nadja Voigt / 17.06.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 17.06.2019, 08:18
Dannenberg/Steinbeck (MOZ) Bereits  zum 25. Mal hat die Brandenburger Landpartie am Sonnabend und Sonntag hunderte Besucher in die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region gelockt. Offizieller Startschuss für den Einblick und das Erleben der Firmen war am Sonnabend in der Agrargenossenschaft in Steinbeck. Dabei begrüßten Regina Helbig und ihre Kollegen die interessierten Besucher. Direkt am Eingang war es der Nachwuchs, der zeigte, was der Betrieb zu bieten hat: die Auszubildenden Sophia Hampe, Kai Hauser, Ole Kollath und René Biesecke. An den Traktoren, die ab heute wieder im Einsatz sind und Grünsilage machen, warteten Wilfried Helbig und Norbert Mrotzek auf kleine und große Mitfahrer. Mit dem John Deere ging es bis nach Wölsickendorf. Die Chefin selbst nahm die Gäste alle Stunde mit auf eine Feldfahrt, um verschiedene Schläge vorzustellen. "Wir wollen den Verbrauchern erklären, was wir hier machen", so Regina Helbig. Sowohl die Äcker als auch die Tiere seien das Kapital des Betriebes, weshalb damit sorgsam umgegangen würde, versichert sie. Rund 1000 Tiere nennt die Agrargenossenschaft ihr Eigen – von der Milchkuh bis zu Eseln und Ziegen. Hinzu kommt die Pflanzenproduktion.

Wie genau der Umgang erfolgt, das konnten die Besucher am Wochenende hautnah erleben: Konnten einen Blick auf den Fuhrpark werfen, die Kälbchen bestaunen oder gleich in den Stall und an den Melkstand treten. Zwei Mal am Tag werden die Milchkühe dort gemolken und bringen je rund 32 Kilo. Die Milch wird jedoch nicht nur an eine große deutsche Molkerei verkauft, sondern auch direkt vermarktet. Und zu Eis verarbeitet. Premiere hatte jedoch das "Frozen Joghurt" am Wochenende, dass die ersten Tester als "erfrischend" und "sehr lecker" beurteilten.

Im Mini-Traktor über den Hof

Geschlemmt werden konnte auch beim "Dannenberger", der ebenfalls am Wochenende im Rahmen der "Landpartie" seinen Betrieb der Öffentlichkeit präsentierte. Und seine Vielzahl an Produkten, die im stets gut gefüllten Hofladen Absatz fanden. Jens Petermann nahm seine Gäste auch gerne mit in die Stallungen, wo seine 165 Kühe samt Nachzucht stehen. Zudem konnten die Besucher den "Dannenburger" verkosten oder den Fuhrpark bestaunen. Für die Kleinsten gab es eine Malstation, eine Hüpfburg und vor allem waren die Mini-Traktoren beliebt, um den Hof zu erkunden. Das ganze Dorf zeigte der Kremser von Thomas Zander. "Den Service haben wir vergangenes Jahr schon angeboten und er wurde sehr gut angenommen", verriet Kutscher Klaus Zoschke, bevor er sich wieder auf den Traktor schwang, um die Besucher durchs Dorf zu kutschieren.

Jens Petermann will mit der Öffentlichkeitsarbeit auch ein Signal an die Verbraucher senden: "Unsere Berufsgruppe steht mit dem Rücken zur Wand", sagte er. Wenn alles wie bisher weiter laufe, sei sein Beruf ein Auslaufmodell. "Ich versuche ein Gegenmodell zu dem massenindustriellen Größenwahn aufzubauen." Dabei setzt er vor allem auf Direktvermarktung.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG